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KOPENHAGEN. Kommendes Jahr wäre Edvard Munch 150 Jahre alt geworden. Aus dem Anlass lädt die Universität Oslo zu einer großen Munch-Konferenz, eine erste Ankündigung ist soeben publik gemacht worden. Wer meinen Artikel in der online-Ausgabe von The Art Newspaper gelesen hat, war schon Anfang März informiert, darin enthalten auch ein paar weitere Details.


Robert Mapplethorpe Lisa Lyon (1982) zensiert von Fotografiska (Foto: Fotografiska)

Robert Mapplethorpe Lisa Lyon (1982) zensiert von Fotografiska (Foto: Fotografiska)

KOPENHAGEN. Immer wieder ist Facebook in der Kritik, meist weil Datenschutz dort ein Fremdwort zu sein scheint. Der Social Media-Gigant, mag nichts lieber als wenn Nutzer Privatestes nach Außen kehren und etwa jede Menge Fotos hochladen (die dann zur Gesichtserkennung genutzt werden). Doch wehe, wenn zu viel nackte Haut zu sehen ist. Dann nämlich ist Facebook gnadenlos. Egal ob fotografiert oder gemalt Akte sind anstößig und haben bei Facebook nichts zu suchen.

Das stellt Museen vor ein Problem – Ausstellungen von Gustave Courbet, Ander Zorn, Helmut Newton oder Robert Mapplethorpe sind so nur schwerlich zu bewerben. Das schwedische Fotomuseum Fotografiska hat schon erlebt, dass entsprechende Bilder von Facebook wieder gelöscht wurden. Deshalb ist es bei der Mapplethorpe-Ausstellung der Schere von Facebook zuvorgekommen und hat diese kurzerhand mit einem Balken in Facebook blau selber zensiert. So kann keiner meckern, zudem wird Facebook vorgeführt und Fotografiska kommt ins Gespräch – zum Beispiel hier in meinem Artikel in The Art Newspaper. Das schwedische Nationalmuseum hatte übrigens mit Akt-Gemälden, die anlässlich der Ausstellung Lust und Last bei Facebook eingestellt worden waren, keine Probleme. Vermutlich hatte einfach niemand sich beklagt.


HAMBURG. Dem Wetter nach herrscht skandinavischer Hochsommer. Da passt es, dass dieser Tage nicht ganz so viel geblogt wird. Ein kleiner Hinweis auf skandinavische (und eine deutsche) Kulturnachrichten von mir in der online-Ausgabe von The Art Newspaper sei da genau richtig. Es geht um illegale Künstlerlöcher (in Schweden), eine Erleichterung der Restitution (in Bayern) und Kunstsponsoring (in Norwegen).


KOPENHAGEN. Auch auf der Kunstmesse Armory Show in New York ist es von Interesse, was in der skandinavischen Kunstszene aktuell passiert. Ein Mini-Beitrag zum Munch-Museum von mir (und einer zur Stiftung von Neo Rauch, Kürzel jeweils C.Bf.) in der The Art Newspaper Armory Ausgabe 2/2011 von heute – sogar komplett gratis im Netz erhältlich.


 COPENHAGEN. It has just been anounced that Danish-Norwegian artist duo Michael Elmgreen and Ingar Dragset will stand for the Fourth Plinth in London in 2012. Ahead of their show at ZKM in Karlsruhe I interviewed them for The Art Newspaper. The interview published in the December issue is unfortunately not available online (so, please order here), but I am happy to present one question and two answers dealing with the Fourth Plinth:

CB: Michael, you have moved to London and together you are shortlisted for the Fourth Plinth in Trafalgar Square. When will you both relocate and be awarded the Turner prize?
ID: We are too old already… [Not true, as the Turner prize is for artists under the age of 50].
ME: We don’t enjoy competing with our artistfriends that much. But the Fourth Plinth is a really good project. We are great believers in changing the urban landscape. It is a ridiculous idea that sculptures should be installed permanently, because the city around them changes. What a sculpture said to the generation when it was set up is absolutely not possible to understand for the next [generation], the city doesn’t fit anymore. The Fourth Plinth was so attractive that we agreed to be part of a publicshortlist competition.

Surrends jüngste Aktion - Übersetzung? Gibt´s online bei The Art Newspaper. (Foto: Surrend)

KOPENHAGEN. Kann man mit Kunst heute noch provozieren? Erregen die Blutorgien eines Hermann Nitsch, die formaldehydgetränkten Lebewesen eines Damien Hirst, die in Mixern schwimmende Fische eines Marco Evaristti beim Kunstpublikum wirklich noch Aufmerksamkeit? Oder muss man Zeichnungen wie Kurt Westergaard produzieren oder Bücher wie Thilo Sarrazin, um Reaktionen hervorzurufen (die sich dann weniger um Inhalte drehen als um Plakatives)? Dem Künstlerduo Surrend aus Dänemark ist es in den vergangenen Jahren jedenfalls immer wieder gelungen Aufmerksamkeit durch Provokation zu erregen. Manchesmal ergab sich darauf sogar eine qualifizierte Diskussion und nicht nur ein Aufschrei. In Österreich plakatierten sie “Erschießt Putin” als ebendieser dort vor Ort war, doch das war nur vordergurndig ein Imperativ, denn klein hieß es auf dem Plakat “Journalisten?” – kurz zuvor war Anna Politkowskaja ermordet worden. In Österreich stellte Surrend die Frage, ob Putin oder sein Umkreis in der Lage wären, solch einen Mordauftrag zu vergeben. Ähnlich plakative Motive befassten sich mit dem Kaaba, dem Heiligtum des Islam, der NPD und dem iranischen Staatspräsidenten. Es geht Surrend stets nicht darum, den Vorwurf zu debattieren. Das überlassen sie anderen. Surrend will nur der Stein des Anstoßes sein.

So auch im Frühjahr in Berlin als sie Plakate mit einer vertrauten Landkarte aufhingen. Diese zeigten ein schmales, nach Süden spitz zulaufendes Land. Dank der charakteristischen Form ist Israel eindeutig zu erkennen. Doch der Staat trägt den Namen Ramallah. Bei genauerem Hinsehen sind Heerscharen von „Ramallah“ zu sehen – jeder Ort in Israel bekam den Namen der provisorischen palästinensischen Hauptstadt. „Endlösung“ steht über der Landkarte.  Surrend hatte den größten Skandal seit Gründung erreicht. Ihre Arbeit wurde in allen führenden Feuilletons diskutiert. Und angesichts des heiklen Israel-Themas waren sich plötzlich auch überzeugte Surrend-Fans nicht mehr sicher, ob deren Plakatkunst noch bejubelnswert sei.  Wahlweise wurde Surrend nun vorgeworfen, das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen oder sie wurden dafür gelobt, aufgezeigt zu haben, dass die Auslöschung Israels noch immer drohe.

Doch den beiden ging es vorgeblich um etwas anderes. „Wir wollten den in Deutschland gängigen Mechanismus aufzeigen, dass auf Kritik an Israel stets mit Antisemitismus-Vorwürfen reagiert wird“, sagt Bertelsen. Es sind solche Sätze, die einen an Surrend verzweifeln lassen. Denn wer die deutschen Medien liest, dem kann nicht entgehen, dass Israel-Kritik vorkommt, ohne entsprechende Reaktionen auszulösen. Allenfalls wenn die Auseinandersetzung mit der israelischen Politik auf satirische Weise geschieht und mit dem Holocaust in Verbindung gebracht wird, ist das ein Tabu. Weil Surrend so vorgeht, wird ihnen Antisemitismus vorgeworfen. Doch die beiden beharren darauf, dass Israel-Kritik in Deutschland nicht ohne weiteres möglich sei und erwecken deshalb den Eindruck, selber Vorurteilen zu erliegen.

Schon bald kann sich jeder selber ein Bild von Surrend und deren Aktionen machen: Ab Oktober zeigt das dänische Plakatmuseum in Århus die erste Retrospektive der Künstler. Schon jetzt gibt es in der aktuellen Ausgabe von art ein Porträt der beiden von mir (nicht online, also bitte das Heft kaufen..) und bei The Art Newspaper habe ich über ihre neuste Aktion in Spanien berichtet.


KOPENHAGEN. The Art Newspaper has just published my obituary on Christoph Schlingensief, you can read it here.


KOPENHAGEN. Dieser Tage fragen sich viele, wie wohl über 200 Jahre alter Champagner schmeckt. Der ist vor Finnland auf dem Boden der Ostsee gefunden worden. Doch so gut wie keiner der daran Denkenden wird den alten Alkohol probieren können. Deshalb lohnt ein Blick nach Norwegen: Dort hat bald jeder die Chance Kaviar-Kunst zu genießen. Das Sammlerpaar Venke und Rolf Hoff eröffnet auf den Lofoten ein internationales Kunstzentrum. 2012 soll es soweit sein, doch bereits diesen Sommer ist Voreröffnung. Das Gebäude steht in Henningsvær. Dort haben die Hoffs bereits einen Leuchtturm, den immer wieder Künstler für einen Aufenthalt nutzen, u.a. hat Amar Kanwar dort den Film “Henningsvær” produziert. Details im Text, den ich für The Art Newspaper schrieb.


KOPENHAGEN. Lotte Sandberg, die Kulturkommentatorin von Norwegens größter Zeitung Aftenposten, widmet sich heute in einem ganzseitigen Artikel den Problemen beim Munch Museum. Als Beweis dafür, wie wenig die Stadt Oslo sich darum bemüht hat, einen geeigneten neuen Chef für das Munch Museum zu finden, führt Sandberg meine zugegebenermaßen recht simple Recherche für The Art Newspaper an: auf meine Nachfrage gab der Headhunter an, außer in Norwegen nur in einer dänischen und einer schwedischen Zeitung die Stellenanzeige aufgegeben zu haben. Dabei hatte es noch geheißen, man wolle wirklich international suchen. Manchmal lassen sich Politikerbehauptungen mit wenig Aufwand entkräften. Lotte Sandbergs Kommentar gibt es online hier zu lesen.

Über die Krise beim Munch Museum schrieb ich hier bereits sowie für art und mehrfach The Art Newspaper, einen Kommentar von mir gibt es auch bei der online-Ausgabe des norwegischen Museumsmagazins Museumsnytt (på norsk).


KOPENHAGEN. Dass es auf Island finanziell derzeit nicht zum besten steht, ist bekannt. Die Mäzenin Francesca von Habsburg, großer Fan von Island und der dortigen Kunstszene, wollte dem Lande unter die Arme greifen und einen Teil ihrer Kunstsammlung in Reykjavík längerfristig ausstellen – gemeinsam mit dem Nylo / Living Art Museum, das u.a. einige Werke von Dieter Roth besitzt.

Für die isländische Kunstszene sammelte sie auch Geld bei einer Auktion im vergangenen Februar. Rund eine halbe Million Britische Pfund kamen bei der Versteigerung be Philips de Pury in London zusammen. Doch seither ist nicht viel passiert und Island fragt sich nun: wo bleibt das Geld? Für The Art Newspaper habe ich darüber bereits zweimal berichtet (leider ist nur ein Text online, also: abonnieren! ;-) ) . Von Habsburg verweist auf die unklare Situation. Sie hatte damit gerechnet, dass ihr für die Sammlung ein Haus zur Verfügung gestellt wird, aber das können die Isländer derzeit nicht längerfristig garantieren. So angetan sie von der Idee von von Habsburg sind, hatten sie doch gehofft, nicht auch noch selber mit Geld (= kostenlosem Ausstellungsraum) beitragen zu müssen, aber da haben sie die Rechnung wohl ohne von Habsburg gemacht, die zwar als großzügig gilt, aber auch ihre eigenen Interessen im Blick hat.

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