Nun will er doch nochmal ran auf Island


Island macht auf sich aufmerksam: Der Vulkan Eyjafjallajökull mit Aschewolke 2010. Foto: Bomsdorf
Island macht auf sich aufmerksam: Der Vulkan Eyjafjallajökull mit Aschewolke 2010. Foto: Bomsdorf

VENEDIG. Gut drei Wochen ist es her, da brach auf Island mal wieder eine Krise aus – diesmal eher politisch denn wirtschaftlich. Der Premierminister Sigmundur David Gunnlaugsson sah sich zum Rückzug gezwungen, weil er offshore-Verbindungen seiner Frau – Konten mit Bonds der isländischen Banken über deren Zukunft der Regierungschef verhandelt hatte – verschwiegen hatte. Nicht nur das, er hatte bis er Abgeordneter wurde, die Hälfte davon besessen (Details hier in meinem Artikel für Zeit online und hier im Blog).

Nun wiederholt sich auf Island ein weiteres Mal ein Part der Geschichte – angesichts der Krise hat Präsident Olafur Ragnar Grimsson angekündigt Weiterlesen

Advertisements

Björk 10 points


NEW YORK. Welcher Nordeuropäer, welche Nordeuropäerin dürfte am meisten Publikum anziehen? Olafur Eliasson ist immer gut, aber in Kunstkreisen häufig gesehen, also setzte The Armory Show die isländische Sängerin Björk aufs Podium, um viel Aufmerksamkeit zu erregen. Angesichts der drohenden Konkurrenz durch die im Mai stattfindende New Yorker-Ausgabe der Kunstmesse Frieze ist es wichtig, Publikum zu locken. Während bei den anderen Podiumsdiskussionen teilweise nur eine handvoll Leute erschienen, kamen zu Björk (und Ragnar Kjartansson) mehr als in die „Wall Street Media Lounge“ passten. Für Die Welt habe ich deshalb meinen Artikel zur Armory mit dieser Veranstaltung begonnen, bitte hier entlang zum weiterlesen.

Björk d`Islandia


Wo bitte geht´s zum nächsten Geysir? Island ist reich an nachhaltigen Energiequellen. (Foto: Bomsdorf)
Wo bitte geht´s zum nächsten Geysir? Island ist reich an nachhaltigen Energiequellen. (Foto: Bomsdorf)

LINKÖPING (pa taget). Die isländische Pop-Sängerin Björk kämpft wieder gegen den Verkauf Islands. Vor etlichen Jahren hatte sie lautstark (wie sonst bei ihr?) gegen das Staudammprojekt in der isländischen Natur demonstriert. Derzeit wettert sie gegen den Verkauf isländischer Energiequellen, genauer gesagt Verträge über deren sehr langfristige Nutzung. Das kanadische Unternehmen Magma hat sich bei HS Orka aus Island eingekauft. Doch die Sängerin findet, dass die Ressourcen in isländischer Hand bleiben sollten. Den aktuellen Stand des Streits fasse ich in einem Artikel in der heutigen Welt zusammen (online hier zu lesen) – übrigens ist es die Ausgabe, die Georg Baselitz gestaltet hat.

On Olafur. Or Iceland revisited


Car in Iceland - not yet in river. (Foto: Bomsdorf)

KOPENHAGEN. Heute eröffnet im Berliner Martin Gropius-Bau die Einzelausstellung von Olafur Eliasson, Kurator ist Daniel Birnbaum. Eliasson hat sein Studio in Berlin und wurde in Kopenhagen als Sohn isländischer Eltern geboren. Alle drei Länder vereinnahmen ihn deshalb gerne für sich, was der Popularität des Populistenkünstlers (seine Ausstellungen und Werke ziehen Massen an) sicher mehr nutzt als schadet. Neben den etwa aus London und New York bekannten Rieseninstallationen, macht Eliasson auch stillere Arbeiten. So etwa die Fotoserie „Cars in Rivers„. Anlässlich der Berliner Ausstellung hier ein Auszug zu „Cars in Rivers“ aus dem Text, den ich für das französischsprachige Kunstmgazin Art Nord über Eliasson schrieb (wer meine französischen Sprachkenntnisse kennt, weiß, warum ich den Text auf Englisch abgab. Er erscheint im Juni.). Eine Arbeit, die zur aktuellen Situation nicht nur Islands passt:

„Due to the low population density and a relatively bad public transportation system private cars in Iceland play a much bigger role than in many western European countries. In large parts of the country roads as known from Germany, Finland or France are missing and one has to drive on soil, snow and even through rivers. It is not that seldom that people get stuck when trying to pass a river with their jeep. The water might be deeper than expected, the ground less solid or the driver less experienced as his self-perception told him. For his latest series of photographs titled “Cars in rivers” (2009) Eliasson collected pictures of cars that got stuck in Icelandic rivers. Again a parallel to the situation Iceland and the world is in can be drawn. Underestimating the forces of nature, overestimating your own capability is what leads to get stuck. But there is almost always a way out, though it might take time, artist Björk Viggósdóttir tells me when driving me in her car on a solid street outside Reykjavík close to the Icelandic president´s residence in Álftanes. Being Icelandic and knowing the difficulties of driving in the country for her the “Cars in rivers” series clearly relates to the Iceland of today. “Either you manage somehow to continue the direction you were heading and get out on the other side or you have to pull back, not reaching your goal at this point, but getting on the ground again”, she explains the ways out of the mess to me. A move Iceland has to do as well right now. There are off course two more options: Having to leave the car behind to safe your soul or not being able to escape at all – a very unlikely worst case scenario.“