Brotlose Kunst trotz Mindestlohn?

KOPENHAGEN. Museumsbesucher wissen es vermutlich selten und womöglich interessiert es sie auch überhaupt nicht: Künstler, die an Ausstellungen teilnehmen, werden kaum oder überhaupt nicht dafür bezahlt und wenn, dann äußerst knapp. Nun kann man argumentieren, so sei halt der Markt oder man kann wie Schweden es 2009 getan hat, eine Regel aufstellen, wie staatliche Museen ihre Künstler bezahlen müssen.

Nach fünf Jahren ist das schwedische System vom dortigen Amt für Kulturanalyse evaluiert worden und es zeigte sich, dass nur einige der Museen sich an die Regeln halten und Künstler entsprechend bezahlen, wenn sie Werke ausleihen oder zum Aufbau oder Pressekonferenz erscheinen. Über die Ergebnisse hier ein Artikel von mir in The Art Newspaper.

Auch in Deutschland ist ein solches System der Künstlerentlohnung schon lange im Gespräch (ich schrieb dazu für die Friedrich-Ebert-Stiftung eine längere Analyse, die hier heruntergeladen werden kann), bisher aber noch nirgends verwirklicht worden.

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