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KOPENHAGEN. Der European Song Contest war bisher nie mein Thema, doch dieses Jahr fand der Wettbewerb direkt vor der Haustür statt und das Wall Street Journal war sehr interessiert. Also traf ich mich Freitag bis Sonntagfrüh mit zwei Kollegen in Malmö, um einen Blog und Stream zu betreiben. Dazu kam ein Artikel in der Print-Ausgabe. Der Stream ist weiterhin im Netz und hoffentlich auch im Nachhinein noch interessant. Hier geht’s lang.

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Nobelpreisträger Halldór Laxness 1955 (Foto: Nobel Stiftelsen via Wikimedia Commons)

Nobelpreisträger Halldór Laxness 1955 (Foto: Nobel Stiftelsen via Wikimedia Commons)

 

KOPENHAGEN. Wo wir schon einmal bei Island sind (und heute Nobelpreisträger bekannt gegeben werden), hier noch der Hinweis darauf, dass der Inselstaat im Nordatlantik nicht nur am meisten Nobelpreisträger hervorgebracht hat (gemessen an der Zahl der Gesamtbevölkerung natürlich – Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness ergibt einen pro ca 300 000 Einwohner – Deutschland bräuchte 240 um das zu erreichen), sondern auch bei der Zahl der Facbooknutzer ganz weit oben steht. Auf Island sind sogar die alten Leute mit dabei.

Mehr? Hier geht´s zu meinem Artikel bei Spiegel Online, in dem auch die Ideen zur Internetdemokratie eine Rolle spielen.


KOPENHAGEN. Was die Berichterstattung über die nordeuropäische Wirtschaft und vor allem das isländische Bankenwesen angeht, sind die Artikel von Kollegen Sebastian Balzter von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung immer sehr lesenswert. Aktuell widmet er sich im Leitartikel den isländischen Reformen und fragt, ob die isländische Kur ein Vorbild zur Krisenbewältigung sein kann. Zumindest zur Inspiration taugt die Politik des Inselstaats, so Balzter.

Vor zwei Wochen habe ich in Berlin eine Veranstaltung mit dem Ökonomen Professor Steinar Holden von der Universität Oslo und dem Politikwissenschaftler Dr. Tobias Etzold von der Stiftung Wissenschaft und Politik moderiert. Dort erwähnte Holden einen Aspekt der nordeuropäischen Bankenkrise der 1990er, der in der Diskussion der vergangenen Jahre leider untergegangen ist und ein wenig mit dem von Balzter geschilderten Fall Island vergleichbar ist. Es geht um staatliche Eingriffe und Sozialisation von Kosten. In Nordeuropa schalteten sich damals die Regierungen wie derzeit auch ein. Doch statt nur Geld zur Finanzierung zur Verfügung zu stellen, erwarben sie Anteile an den Banken und hatten damit durchs Bail out nicht einfach Verluste sozialisiert, sondern die Banken. Und damit die Gewinne aus einem späteren Verkauf nach Sanierung. Analog zu Balzters Denkanstoß dies ein zweiter aus dem hohen Norden.

Zu Island revisited 1 (und der Erklärung der Überschrift).


OSLO. Gleich geht es zu einem Interview mit einem isländischen Regierungsmitglied nach Göteborg, mehr kann ich noch nicht verraten. Passenderweise hat Kollege Claus Häcking in der Financial Times Deutschland heute eine große Reportage (bei der FTD Agenda genannt) über die Risiken des isländischen Widererstarkens – sehr lesenswert. Viel Platz finden die Probleme, die sich aus den Kapitalverkehrskontrollen ergeben könnten. Keine Angst, trotz allem ist es kein wissenschaftlich geschriebenes volkswirtschaftliches Lehrstück mit zu viel Zahlen geworden, sondern natürlich anschaulich (ist schließlich im Agenda-Ressort). Der Haken: der gesamte Text ist derzeit nur in Print oder mit FTD-Zugang zu lesen, aber gute journalistische Arbeit soll ja auch bezahlt werden.

Meine Überschrift? Huxley, Utopien, Distropien und wie sie geträumt und gefürchtet werden. Mehr auch im Buchgeschäft.


KOPENHAGEN. In den vergangenen Monaten ist wieder viel über Julian Assange und Wikileaks gesprochen worden. Grund dafür war vor allem Assanges Flucht in die Botschaft von Ecuador und sein mittlerweile stattgegebener Asylantrag. Viel Aufsehen erregte Wikileaks vor anderthalb Jahren als das Video “Collateral Murder” über einen Angriff in Afghanistan veröffentlicht wurde. Daran mitgearbeitet haben auch mehrere Isländer, die seither fürchten in amerikanische Ungnade gefallen und von den USA beobachtet, wenn nicht gar verfolgt zu werden.

Der Film wurde zwar immer wieder erwähnt, aber nicht weiter besprochen. Das änderte sich in Deutschland dieser Tage. Anlässlich einer Analyse von Gerrit Walczak in “Mittelweg 36″, der Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung, geht Andreas Kilb im Feuilleton der FAZ noch einmal ausführlich darauf ein und verweist auch auf eine frühere vom Kunsthistoriker Otto Karl Werckmeister in der FAZ veröffentlichte Analyse.


KOPENHAGEN. Weil im Zuge des Präsidentschaftswahlkampfes wieder mehr auf die isländische Wirtschaft geblickt wurde, hier noch kurz zwei Links zur dortigen Entwicklung und der Diskussion inwieweit Abwertung der Krone und damit eine unabhängige Währung hilfreich sind. Gebloggt wird darüber beim Economist als Antwort einer Analyse von Paul Krugman in der New York Times. In meinen Artikeln (hier noch der Nachwahlbericht für Die Welt) habe ich keine Parallelen zu den anderen dort erwähnten anderen Krisenländern Estland, Lettland, Litauen und Irland gezogen, zitieren möchte ich dennoch den lezten Satz aus dem Economist Blog:

>>Honestly, I’d be happy if we retired Iceland from the macro discussion altogether. It has half the people and one-seventh the real output of the District of Columbia, and fish and fish products account for nearly half of its exports. So long as we’re focusing on it, however, its experience relative to the Baltics supports the Krugman view of recovery and adjustment.<<

Wobei ich Vergleiche dennoch interessant finde, deutlich gemacht werden sollten aber auch die Differenzen – es sind eben keine ceteris paribus Länder, die sich nur in Namen und Währung unterscheiden.


LONDON. Nun hat er es also doch noch einmal geschafft: Olafur Ragnar Grimsson (ORG) ist gestern als islaendischer Staatschef wiedergewaehlt worden (heute fallen die Umlaute einmal aus, da ich auf britischer Tastatur schreibe). Am Ende fiel das Ergebnis mit ueber 50 Prozent deutlich ueberraschend fuer ihn aus, Konkurrentin Thora Arnorsdottir kam nur auf rund 33 Prozent, allerdings muessen ein paar Stimmen immer noch ausgezaehlt werden. Grimssons Sieg laesst erwarten, dass das Parlament ein starkes Gegengewicht bekommt und die EU-Gegner Aufwind.

Mehr dazu war schon meinen Vorberichten zu entnehmen. Hier ist der Artikel zu lesen, den ich anlaesslich der Wahl fuer Die Welt schrieb, ein weiterer erschien in der Welt am Sonntag sowie einer in der Financial Times Deutschland (nur in der Printausgabe).


Herausforderin Thora Arnorsdottir mit Hindernisparcours. (Foto: Bomsdorf)

Herausforderin Thora Arnorsdottir mit Hindernisparcours. (Foto: Bomsdorf)

REYKJAVÍK. Vielleicht wird auch Joachim Gauck einmal diesen Hindernislauf machen müssen: Ein Slalomparcours aus Kunststoffbällen, Förmchen und Kinderfahrrädern; auf die Steinplatten sind mit bunter Kreide mehr oder weniger erkennbare Figuren gezeichnet. Die Kinder von Thora Arnorsdottir haben hier ihr Revier markiert. Drinnen geht es ähnlich unaufgeräumt weiter. Hinge da nicht dieses Plakat im Fenster, es wäre einfach das Haus einer ganz normalen Patchwork-Familie, die wegen der sechs Kinder die alltägliche Aufräumarbeit ein wenig vernachlässigen muss.

Der Name der Hausherrin und darunter „zur Präsidentin von Island 2012“ steht auf dem türkisen Poster. Arnorsdottir ist eine der sechs Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen am kommenden Samstag. Und die einzige, die gegen Amtsinhaber Olafur Ragnar Grimsson eine Chance hat. Anders als dieser will sie das Land versöhnen statt spalten und die Präsidentenrolle ganz klassisch unpolitisch ausfüllen. Für die Welt am Sonntag habe ich Thora Arnorsdottir in Reykjavík besucht, der Artikel (der natürlich auch Einblicke in Island nach der Krise und die Pläne ihres Gegners Olafur Ragnar Grimsson gibt) kann hier online gelesen werden.


REYKJAVÍK/BASEL. Island hat eine kleine, aber lebendige Kunstszene (darüber schrieb ich bspw. kürzlich für artnet und schon früher u.a. für art, The Art Newspaper und Rheinischer Merkur – als es diesen noch gab), gemessen an der Größe des Landes ist aber Einiges los, so viel, dass wie in großen Städten ausgewählt werden muss, was man sich anschaut.

Anders sieht das bei der kommerziellen internationalen Galerienszene des Landes aus, die besteht lediglich aus i8. Keine andere isländische Galerie nimmt an den großen Kunstmessen teil oder hat so viel Kundschaft außerhalb des Landes wie die Galerie von Börkur Arnarson.  Am Rande des Reykjavík Arts Festivals 2012 interviewte ich ihn kürzlich, jetzt ist er in Basel auf der dortigen Kunstmesse, wo ich ihn auch traf und mir das Ergebnis von Ragnar Kjartanssons Beitrag zur Venedig Biennale 2009 anschaute, das i8 gemeinsam mit Luhring Augustine aus New York bei Art Unlimited ausstellte. Bei artnet erschien soeben mein Interview mit Börkur Arnorson, in dem es natürlich auch um Kjartansson geht.


REYKJAVÌK. Für den Focus habe ich schon ein Kurzporträt von ihr geschrieben (nur im gedruckten Heft). Thora Arnorsdottir. Sie ist die chancenreiceh Herausforderin des amtierenden isländischen Präsidenten Olafur Ragnar Grimsson. In gut fünf Wochen wird gewählt. Bisher haben Umfragen stets ihr den Sieg vorhergesagt. Wer den Focus nicht hat, findet auf der Homepage der Kandidatin mehr Informationen über sie (dann aber natürlich aus ihrer PR-Feder).

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