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KOPENHAGEN. Der heutige Montag, 12. April, ist ja nicht nur auf Island der Tag der Abrechnung, wie Clemens weiter unten schreibt. Der dor erscheinende Bericht über die Hintergründe der Finanzkrise soll eine Art (vorläufigen) Schlussstrich unter die ganze Sache ziehen – von möglichen rechtlichen Folgen für die Verantwortlichen einmal abgesehen.

Ganz so schlimm sieht es beim schwedischen Energieriesen Vattenfall zwar nicht aus. Doch auch dort beginnt mit dem heutigen Tag eine neue Zeitrechnung. Der neue Chef, der Norweger Øystein Løseth, übernimmt heute offiziell das Ruder beim staatseigenen Stromkonzern und tritt das schwere Erbe seines Vorgängers Lars Josefsson an. Der Alte hinterlässt einen Scherbenhaufen. Das Ansehen Vattenfalls ist auf einem Tiefpunkt angelangt, das Verhältnis zur schwedischen Regierung schlecht, und immer noch ist nicht klar, was der Betreiber mit seinen beiden deutschen Atommeilern Krümmel und Brunsbüttel machen soll. Keine Frage: Es gibt viel zu tun für Løseth.

In den vergangenen Wochen war jedoch wenig zu sehen vom neuen Vorstandsvorsitzenden. Keine Interviews, keine öffentlichen Auftritte. Kein Wort zur Zukunft des angeschlagenen Stromkonzerns, keine Kommentare zu Sparplänen in Deutschland. Nichts. „Er ist ein bisschen vorsichtig“, sagt Konzernsprecherin Maria Parent. Dies mag dem ruhigen und zurückhaltenden Wesen Løseths geschuldet sein. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich der neue Chef des staatseigenen Unternehmens ganz bewusst bedeckt hält.

Denn der neue Mann an der Spitze Vattenfalls kann derzeit viel falsch und nur wenig richtig machen.

Zwar ist es seit den Turbulenzen im Herbst vergangenen Jahres etwas ruhiger um den Stromkonzern geworden. Doch neues Ungemach ist bereits in Sicht. Die von Olofsson schon im Sommer angekündigte neue Eignerdirektive, mit der man Vattenfall auch europaweit eine umweltfreundlichere Unternehmens- und Investitionspolitik ins Buch schreiben will, liegt derzeit dem schwedischen Parlament vor. Und die Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Vor allem die Grünen in der Opposition geht das Papier nicht weit genug. Die Regierung müsse ihren Griff um den Staatskonzern endlich festigen und ihre Ambitionen nach oben schrauben und Vattenfall zum umweltfreundlichsten Energiekonzern Europas machen. Selbst der Aufsichtsratsvorsitzende von Vattenfall, Lars Westerberg, sagt, dass sich die neue Direktive von der alten kaum unterscheide. Diese sei jedoch schon ausreichend gewesen. Die Sozialdemokraten sind anderer Meinung und sprechen von einer Abschwächung der umweltpolitischen Ziele Vattenfalls.

Weitere Details zum Amtsantritt Løseths und den Sparplänen Vattenfalls in Deutschland gibt es in meinem Artikel in der Welt zu lesen.


KOPENHAGEN. Wie versprochen: Über den kommenden Vattenfallchef in der FTD ein Text von Elmar und in der WamS von uns im Team


KOPENHAGEN. Dem aufmerksamen Zeitungsleser und kritischen Stromkunden dürfte die derzeitige Debatte um den staatlichen schwedischen Stromkonzern Vattenfall und dessen Vorstandsvorsitzenden Lars Josefsson wie ein déjà vu vorkommen.

Aus aktuellem Anlass deshalb Links zu einer Reihe älterer und neurer Texte, die wir zu Vattenfall geschrieben haben:

Richtig los ging es im Sommer 2006 mit dem Störfall im Kernkraftwerk Forsmark (ein Protokoll der damaligen Ereignisse hier), ein knappes Jahr später brannte es in einem Transformator im AKW Krümmel in Deutschland und Vattenfall und die Stromindustrie standen erneut am Pranger (auch in der Zeit). Die Sommermonate scheinen Vattenfalls Problemmonate zu sein. Zwei Jahre später jedenfalls “the same procedure as every year” und ein Einblick in die Kommunikations”strategie” des schwedischen Konzerns – Schwedens Sorgenfall heißt Vattenfall.

Fortsetzung folgt…

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