Conchita rockt – sogar die Finanzwelt


KOPENHAGEN. Als ich im vergangenen Frühjahr noch bevor der Eurovision richtig losgegangen war recht spontan für The Wall Street Journal Conchita Wurst interviewte, galt die Österreicherin noch als Außenseiterin. Jetzt wurde mein Artikel mit ihr zum Top Hit bei WSJ Brussels gekürt – kein anderer der Texte dort wurde im Jahr 2014 so oft angeklickt wie dieser.

Als ich das Gespräch im vergangenen Jahr führte, kannte die englischsprachige Leserschaft das Konzept des ESC leidlich, aber mit Conchita Wurst konnte kaum jemand etwas anfangen und erst recht nicht mit ihrem Namen. Also bat ich die „bärtige Dame“ mir diesen doch einmal auf Englisch zu erklären. Divenhaft und galant legte sie los und brauchte keine zwei Minuten um zu erläutern, was Conchita und Wurst bedeutet und wieso sie sich diese Namen ausgewählt hat. Ganz jugendfrei war das nicht, sondern – zumindest für amerikanische Verhältnisse –  eher NSFW. In dem Video, das ich für WSJ.com lieferte, machten die Kollegen von The Wall Street Journal sich ein wenig über die (ehemals) konservative Einstellung des WSJ in solchen Dingen lustig.

Die Finanzwelt und all die anderen, die den Film schauten und meinen Blog dazu lasen, jedenfalls waren angetan. Eben so sehr, dass kein anderer Beitrag für WSJ Real Time Brussels im vergangenen Jahr mehr angeklickt wurde als Conchita Wurst im Interview mit mir, wie Stephen Fiedler aus Brüssel berichtet.

Papa as a Rolling Stone


ROSKILDE. Mein privates Interesse, die Rolling Stones beim diesjährigen Roskilde Festival live zu sehen, war recht begrenzt, aber aus Chronistenpflicht ging ich hin. Wenn diese weltbekannte Band alter Männer bei einem der traditionsreichsten Festivals Europas, wenn nicht gar der Erde (hier mein Text aus The Wall Street Journal Speakeasy) auftritt, dann sollte ein Journalist das zumindest sehen.

Auftritt Jagger, bald 71 Jahre alt wird er wie die anderen Bandmitglieder auch gerne als Rock-Opi bezeichnet, schlank und agil wie er ist, nimmt man ihm das Alter aber nicht ab. Er könnte mein Vater und der Großvater vieler anderer Festivalbesucher sein, die Ausdauer und Lebendigkeit, die er auf der Bühne zeigt, lässt aber auf ein biologisches Alter um die 50 schließen. Was das Publikum angeht, hätten Marketingspezialisten wohl enorme Schwierigkeiten da eine klare Zielgruppe auszumachen – von 15 bis 75 ist alles dabei.
Die Musik ist nett, angenehm für ein Konzert, aber gewiss nicht das, was ich nochmal hören oder sehen muss und auch die Kritiker waen nicht allesamt begeiert (hier Politiken). Einmal hat allerdings auch gereicht, um zu zeigen, dass Kultur und sei sie auch von Rock-Opis bei einem Festival die Leute über Generationen hinweg zusammenbringen kann. Respekt, Roskilde!

Ist Europa Wurst?


BERLIN. Vor ein paar Wochen interviewte ich in Kopenhagen Conchita Wurst. Es war der erste Mai und damals trauten ihr zwar viele zu in das ESC Finale einzuziehen, aber die Buchmacher hatten andere Favoriten für den Sieg beim Eurovision Song Contest. Dann kam alles anders. (Vielleicht hätte das schon abgelesen werden können an dem Erfolg, den mein Video von ihr im Netz hatte.)


Der Sieg von Conchita Wurst wurde als Sieg der Toleranz gefeiert. Das ist jetzt ein paar Wochen her und gestern siegten bei der Europawahl in vielen Ländern Parteien, die gegenüber sexuellen Minderheiten oder Auslaendern wenig tolerant sind. Dänemark gehört zu jenen Landern, in denen die Rechtspopulisten am meisten Stimmen bekamen. Allerdings unterscheiden sich die Rechtspopulisten in Europa mindestens so sehr voneinander wie die Sozial- oder Christdemokraten. Die dänische Volkspartei etwa mag nicht Stimmung gegen Homosexuelle machen. Uber diese und andere Unterschiede wird heute abend an der Humboldt Universität diskutiert.

Zum ersten Mal Roskilde


ROSKILDE. Nach dem Eurovision ging es alsbald zur Biennale nach Venedig und nun einmal mehr: Musik! Gebloggt wurde schon seit ein paar Wochen nicht mehr, mein erstes Mal Roskilde soll ein kurzes Update wert sein.

Heutzutage kann doch jeder Englisch, da mache ich es mir einfach und verlinke einfach zu meinem Text, den ich für The Wall Street Journal’s Speakeasy über das Roskilde Festival geschrieben habe. Bisher beeindruckte EL-P, dafür enttäuschten Rihanna und Ingrid feat. Lykke Li. Kraftwerk? Spielt erst morgen.

Und jetzt wieder: Musik!

EUROVISION Retrospektive


KOPENHAGEN. Der European Song Contest war bisher nie mein Thema, doch dieses Jahr fand der Wettbewerb direkt vor der Haustür statt und das Wall Street Journal war sehr interessiert. Also traf ich mich Freitag bis Sonntagfrüh mit zwei Kollegen in Malmö, um einen Blog und Stream zu betreiben. Dazu kam ein Artikel in der Print-Ausgabe. Der Stream ist weiterhin im Netz und hoffentlich auch im Nachhinein noch interessant. Hier geht’s lang.

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Spielt mir das Lied vom Sex, Nathalie, Hans, Paris und Magda!


KOPENHAGEN. Für die aktuelle Ausgabe der norwegischen Filmzeitschrift Znett habe ich einen Artikel über die Musik von Hans Berg in der Arbeit von Nathalie Djurberg sowie Magdalena Nordins Paris Hilton Verschnitt  geschrieben. Wer das Heft nicht kaufen mag oder lieber die deutsche Version des Artikels liest, dem kann mit dieser Bleiwüste geholfen werden:

„Spiel mir das Lied vom Sex

Musik, Leben und Video bei den Duos Hans Berg/Nathalie Djurberg und Magdalena Nordin/Paris Hilton

Wo man singt, da lass Dich ruhig nieder / Böse Menschen haben keine Lieder – eingestickt in einen Kopfkissenbezug hing diese Weisheit bei meiner Großmutter eingerahmt an der Wand. Sie selber spielte Ziehharmonika, auch Schifferklavier genannt und sang dazu in ihrem Chor selbstgedichtete Lieder. Die Texte habe ich vergessen, aber sie waren harmlos harmonisch. Doch war damals – ein paar Jahrzehnte nach Ende des Militarismus und der Nazi-Herrschaft in Deutschland – klar, dass böse Menschen genauso singen können wie gute. Der Spruch ist eine alte Volksliedweisheit und irgendwie haben es dennoch viele verinnerlicht bekommen, dass das Böse und Musik nicht zusammen passen. Zumal eintönige, einfältige Musik wie die eines Schifferklaviers oder Leierkastens.

Als ich das erste Mal die Filme der schwedischen Künstlerin Nathalie Djurberg sah, fiel mir direkt die einprägsam eintönige Musik auf, mit der ihre Videos untermalt waren. „Musik: Hans Berg“ hieß es bei jedem Film. Eine gewisse Repitition ist ihren Arbeiten zu eigen. „Tiger licking girls butt“, jener Film, den ich 2004 als ersten sah, trägt sogar den Untertitel „Why do I have the urge doing thess things over and over again?“. Das passt mindestens genauso gut zur Musik von Hans Berg, ihrem künstlerischen wie Lebenspartner. Besonders in den älteren Filmen klimpern seine Melodien im Hintergrund als stünde jemand mit Mini-Drehorgel am Mikrofon und würde diese lustlos betätigen. In ihrer Naivität signalisiert Bergs Musik häufig jenes „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder / Böse Menschen haben keine Lieder“ vom Kopfkissenbezug meiner Großmutter. Doch es ist wie bei Rotkäppchen und der Böse Wolf. Was sich wie Bergs Musik als großmütterlich harmlos ausgibt ist der Böse Wolf, zumindest im Zusammenspiel mit Djurbergs Videos. Dort übernimmt das harmlose Material Knetgummi die Aufgabe der Berg`schen Musik: Verharmlosung. Djurbergs Filme wirken auf den ersten Blick niedlich wie Kinderfilme, in denen Knetgummifiguren das ein oder andere harmlose und lustige Abenteuer bestehen. Bergs Musik signalisiert das gleiche: entspannte Eintönigkeit.

Doch je weiter die Handlung des Filmes voranschreitet, desto klarer wird: hier wird in menschliche Abgründe hinuntergestiegen. Dass Bergs Begleitmusik dabei meist lustig harmonisch bleibt, verstärkt den Eindruck, denn er baut einen Kontrast zu den oftmals grausamen Handlungen auf und unterstreicht, dass hier etwas vertuscht werden soll oder es sich um das Unterbewußte, das Unterdrückte handelt. Menschliches, zu tiefst Menschliches.

Die beiden Mittdreißiger beschäftigen sich in ihren Arbeiten immer wieder mit dem, was hinter den Fassaden verborgen liegt: Trieb, Moral, Phantasie und Schuld; kurz das Unbehagen in der Kultur. Berg macht die Musik dazu – meist eintönige Klänge. Im Film „Selfloathing & Humilation“ buhlt ein Mann um eine Frau. Erst als er sich in einen Hund verwandelt, der ihr willenlos zu Füßen liegt, ist sie bereit ihn zu lieben. „Florentin“ zeigt einen Mann, der mit zwei kleinen Mädchen vergnügt spielt, die ihn dann plötzlich malträtieren bis er blutig am Boden liegt. Dabei bleibt unklar, ob er sich zuvor an ihnen vergangenen hat. Die Musik würde so einen Verdacht natürlich nie nähren, so harmlos ist sie.

Djurbergs Filme mit Bergs Musik wimmeln nur so vor Sex- und Gewaltorgien. Die zwei jungen Schweden hingegen lachen im Gespräch viel, sind umgänglich und liebenswürdig freundlich. „Als Frau kann ich gewisse delikate Dinge leichter zeigen. Wäre ich ein Mann, würde den Arbeiten ganz anders begegnet werden“, sagt Djurberg und Berg ergänzt: „Wenn Männer solche Filme machen, ist schnell das Urteil gefällt, sie würden nur ihre Fantasien ausleben und es bestünde ein größeres Risiko als pervers dazustehen.“

Die Berliner Atelierwohnung der beiden erinnert an das Ersatzteillager eines Puppentheaters. Im Flur stehen Pappkartons mit Armen, Beinen und anderen Körperteilen für noch fertig zu stellende Figuren. Djurberg spielt jede Szene mit eigenhändig gefertigten Puppen – in Heimarbeit. Wie ein kleines Kind ins Spiel vertieft drückt sie Knetgummi an Drahtgestelle, um die Puppen zu formen, manchmal überzieht sie das Ganze noch mit Silikon. Immer aber bleibt erkennbar, dass die Figuren mit simplen Griffen handgemacht sind. Die Anziehsachen ihrer Darsteller fertigt Djurberg auch selber. Stets sind die Puppen weit entfernt von der glatten Ästhetik einer Barbie. Auch technisch sind ihre Arbeiten alles andere als auf dem neusten Stand. Obwohl Computer seit Jahrzehnten Animationen ermöglichen, sind ihre Filme in Stopp-Motion gemacht, also nur eine Aneinanderreihung von Einzelbildern wie sie etwa von alten Kinderfilmen bekannt sind. Doch selbst bei Pan Tau sind die Bewegungen der Figur flüssiger als bei Djurberg. Ihr extrem abgehakter Stil ist gewollt, verleiht der Ästhetik etwas Kindliches. Für jeden Schritt, jede Armbewegung, jede Träne, die fließt, muss Djurberg sich wieder zu ihren Figuren niederknien und diese entsprechend verändern. Dann geht sie zurück zur Kamera und spielt einen weiteren Bruchteil Filmmaterial ein. Inhaltlich erinnern ihre Arbeiten freilich nur auf den ersten Blick an Kinderfilme. Selten dauert es mehr als eine halbe Minute ehe aufgedeckt wird, was hinter einem scheinbar harmlosen Spiel liegt. In dieser Kombination aus kindlicher Ästhetik und die Tiefen des Erwachsenen auslotenden Inhalts ist sie Paul Mc Carthy und Mike Kelley nicht unähnlich.

Bergs Soundstudio nimmt erheblich weniger Platz ein als das Atelier, auch seine Produkte sind nicht perfekt durchdesignt, sondern erinnern eher an schnell entwickelte Fahrstuhlmusik. Perfektionismus in Bild und Ton würden der zu einem perfekt gemachten Dokumentar- oder Spielfilm passen, nicht aber zu einem Kunstfilm, in dem der Kontrast zwischen Dargestelltem und Darstellung unbedingtes Programm sind.

In „Johnny“ schaut ein Knetgummi-Junge mit viel zu großen Augen heimlich drei für Djurberg‘sche Verhältnisse attraktiv gebauten Grazien zu, wie sie sich entkleiden und zu Badenden werden. Dann wird er entdeckt, von den jungen, immer noch nackten Frauen ebenfalls ausgezogen und an einen Baum gebunden während die drei barbusig um ihn tanzen und sich an ihm reiben. Er ist wehrlos, gleichzeitig aber den Frauen so nah wie in seinen wildesten Phantasien – und bekommt eine Erektion. Schließlich verbrennt er aus heiterem Himmel. Die Lust, die Scham, die Schuld – auch in diesem Film auf beiden Seiten.

Der immer wieder kehrende Sex ist bei Djurberg anders als in einem Porno-Film mehr als die explizite Darstellung eines sexuellen Aktes, kehrt vielmehr die Seele des Menschen nach Außen. Häufig benutzt sie Sex auch als Metapher für menschliche Abhängigkeiten. Die Musik, die dazu von Berg gespielt wird, klingt verharmlosend und zeigt dadurch auf: Perversion ist Normalität. Wo man musiziert, da lass Dich ruhig nieder, böse wie Gutmenschen haben Lieder.“

Kontemplation ohne Bilder im Moderna


STOCKHOLM. Gerade ging in Stockholm wieder das Kunstmessenwochenende zu Ende. Wie gewohnt fand am Samstag auch die Galeriennacht statt. Neu aber war, das Moderna Museet von Freitagabend um 19 Uhr bis Sonntagabend um 19 Uhr geöffnet hatte – 48 Stunden am Stück also. freq_out hieß die Veranstaltung, die auf Klangkunst setzte und schon einmal in u.a. Brüssel und Berlin veranstaltet worden war. Freitagnacht ging es recht ruhig zu im Museum – zu ruhig für ein Fest, aber dann doch zu laut, um sich auf die Musik zu konzentrieren.

Gröna Rummet unter freq_out mit Aussicht auf die Insel Djurgården. (Foto: Bomsdorf)
Gröna Rummet unter freq_out am Sonttag mit Aussicht auf die Insel Djurgården. (Foto: Bomsdorf)

Sonntagvormittag hingegen war bestens für den Gang in den Musikbereich des Moderna.Denn dann war es richtig leer und das Tageslicht draußen ließ ohnehin nicht an Party denken. Doch anders als wohl gewünscht nahm ich auch die Musik nur am Rande wahr. Stattdessen stand der Raum im Mittelpunkt. Der erste, in rotes Licht getauchte Raum wirkte sehr sakral. Nach dem Eintreten steht der Besucher einer weißen Wand gegenüber, die komplett leer ist, keine Skulptur steht davor, kein Bild hängt daran, stattdessen ist sie einfach in rotes Licht getaucht und vielleicht weil das für ein Museum so ungewöhnlich ist, halte ich kurz inne und blicke dann an der Mauer nach oben. Der Ausstellungsraum ist kein rechteckiger White Cube, sondern an der Decke ist ein Oberlicht angebracht und die Decke läuft nicht parallel zum Boden, sondern spitz auf dieses Oberlicht zu. In etwa so wie ein Kirchturm von Innen, nur flacher. Zu sehen ist das auch, wenn man hinter der Wand mitten im Raum steht. Dort, wo ein paar leere Sofas und Teppiche „zum Verweilen einladen“ wie es immer so schön heißt. Der Kunstraum ähnelt einem Kirchenraum und verleitet vielleicht zu mehr Kontemplation als wenn dort immer nur Bilder gezeigt werden.

Bei art gibt es einen ausführlicheren Bericht von mir zu freq_out.

Island auf und ab


REYKJAVIK. Bald ist es drei Jahre her, dass auf Island die Krise ausbrach. Während es in Zentraleuropa immer chaotischer wird, hat die Wirtschaft des Inselstaates sich ein wenig stabilisiert und es gibt deutliche Lichtblicke, die allerdings nicht ungetrübt sind.

Beim Kulturbudget wird häufig als erstes gespart, wenn es wirtschaftlich hart wird. Umso interessanter, dass Island das neue nationale Konferenz- und Kulturzentrum unbedingt vollenden wollte – trotz Krise. Gester Nacht nun wurde es feierleich eingeweiht als die von Olafur Eliasson gestaltete Fassade erstmals erleuchtet wurde (Architekt des Baus ist Henning Larsen aus Kopenhagen). Ich war dabei und als erstes habe ich zum Thema heute morgen mit dem Deutschlandradio gesprochen, online ist das Gespräch hier zu hören. Weitere Berichte folgen.

Björk d`Islandia


Wo bitte geht´s zum nächsten Geysir? Island ist reich an nachhaltigen Energiequellen. (Foto: Bomsdorf)
Wo bitte geht´s zum nächsten Geysir? Island ist reich an nachhaltigen Energiequellen. (Foto: Bomsdorf)

LINKÖPING (pa taget). Die isländische Pop-Sängerin Björk kämpft wieder gegen den Verkauf Islands. Vor etlichen Jahren hatte sie lautstark (wie sonst bei ihr?) gegen das Staudammprojekt in der isländischen Natur demonstriert. Derzeit wettert sie gegen den Verkauf isländischer Energiequellen, genauer gesagt Verträge über deren sehr langfristige Nutzung. Das kanadische Unternehmen Magma hat sich bei HS Orka aus Island eingekauft. Doch die Sängerin findet, dass die Ressourcen in isländischer Hand bleiben sollten. Den aktuellen Stand des Streits fasse ich in einem Artikel in der heutigen Welt zusammen (online hier zu lesen) – übrigens ist es die Ausgabe, die Georg Baselitz gestaltet hat.