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KOPENHAGEN. Der European Song Contest war bisher nie mein Thema, doch dieses Jahr fand der Wettbewerb direkt vor der Haustür statt und das Wall Street Journal war sehr interessiert. Also traf ich mich Freitag bis Sonntagfrüh mit zwei Kollegen in Malmö, um einen Blog und Stream zu betreiben. Dazu kam ein Artikel in der Print-Ausgabe. Der Stream ist weiterhin im Netz und hoffentlich auch im Nachhinein noch interessant. Hier geht’s lang.
KOPENHAGEN. Am Wochenende traf ich mich mit dem amerikanischen Fotokünstler Leigh Ledare in dessen Kopenhagener Ausstellung und schrieb dafür einen Artikel, der bei art online steht. Für die, die an mehr interessiert sind, gibt es hier eine Langversion:
Mehr als nur alles über seine nackte Mutter
Ja, Leigh Ledare ist der Mann, der über Jahre hinweg intime, teils pornographische Porträts seiner Mutter aufgenommen hat. Doch ihn auf diese Motive zu beschränken wäre genauso falsch wie in einem sexuellen Akt nur einen rein mechanischen Vorgang zu sehen. Clemens Bomsdorf ließ sich von Ledare durch dessen Ausstellung in Kopenhagen führen.
Draußen ist es eisig kalt, deutlich unter Null. Leigh Ledare steht im Foyer der Kunsthalle Charlottenborg, er trägt dunkle Hose und dunkle Jacke und eine gelbliche Mütze und das, obwohl es drinnen gut geheizt ist. Sie steht ihm. Ledare wirkt lässig, wie jemand, der mit allen klar kommt und mit nichts und niemandem ein Problem hat. Weder mit seiner Mutter, noch mit seiner Sexualität.
„Alma“ heißt die erste Arbeit, die am Eingang zu seiner Ausstellung im Obergeschoss präsentiert wird. Das Porträt einer nackten auf dem Bett liegenden Frau, bekritzelt wie von Kinderhand. „Die Arbeit habe ich Freunden gegeben, damit sie ihr dreijähriges Kind darauf herum malen lassen. Ich finde es sehr interessant zu sehen, wo es Akzente gesetzt hat“, sagt Ledare. Gesicht und Geschlecht der Frau sind bemalt als habe da jemand das Unanständige zensieren und die Frau unkenntlich machen wollen, auch auf Oberschenkel, Kissen und Bettdecke gibt es intensiv bearbeitete Stellen. „Mir war wichtig, dass das Kind so jung ist, dass es sich noch nicht zu dem Motiv verhalten kann“, so Ledare. Kleinkinder suchen sich anders als Erwachsene Stellen aus, die sie bemalen. Das kleine Kind wird nicht an der Vagina als solcher interessiert gewesen sein, sondern an deren bildnerischen Struktur. An der Vagina von Ledares Mutter wohlgesagt, denn Basis des Bildes ist eines jener vielen Fotos, die er über acht Jahre hinweg von dieser (der Mutter und ja, auch deren Vagina) aufgenommen hat.
Doch so wie das Kind sich von der sexuellen Bedeutung des Geschlechtsorgans nicht hat berühren lassen (weil es diese vermutlich nicht einmal ahnte), so sollten auch die Betrachter von Ledares Bildern endlich einmal nicht nur darauf fokussieren, dass er seine Mutter fotografiert hat, wie sie an einen ihrer jungen Liebhaber angebunden (Mom and Catch 22, 2002) ist oder wie einer ihrer jungen Liebhaber sie mittels Cunnilingus stimuliert (Mom on Top of Boyfriend, 2002) oder wie sie sich selber zwischen den Beinen befingert (Mom Fingering, 2004) oder eben dort eine Tiara platziert (Mom with Tiara, 2002). Wer im Internet Artikel über Leigh Ledare sucht und findet, hat den Eindruck der Mann kenne nur ein Thema. Dabei sind es wohl eher die Journalisten, die nur ein Thema kennen, wenn sie ihn treffen oder seine Arbeiten ansehen. So auch zur Ausstellung, die soeben in der Kunsthalle Charlottenborg in Kopenhagen eröffnet wurde. „Politiken“, die linksliberale Zeitung, die gerne von der dänischen Kulturszene gelesen wird, widmet ihm einen riesigen Artikel, interviewt die Kuratorin und zeigt etliche Bilder. Doch das nur ein gutes Viertel der Ausstellung die Mutter-Serie ausmacht und auch diese nur zu einem geschätzten Anteil von 50% Nacktporträts von ihr zeigt, geht völlig unter.
Ja, er fühle sich schon manchmal missverstanden, sagt Ledare und erweckt nicht den Eindruck, dass ihm das allzu viel ausmachen würde. „Es geht hier um viel mehr als die Sexualität meiner Mutter. Familienrelationen spielen eine große Rolle. Mein Bruder, meine Großelter und ich – wir alle kommen in der Serie vor“, so der 1976 geborene Fotograf. Wie um zu unterstreichen, dass er nicht auf „Pretend You’re Actually Alive“ (so der Titel der Serie) reduziert werden sollte, beginnt die Ausstellung denn auch mit einer ganz anderen Arbeit. Die wohl bekanntesten und öffentlichkeitswirksamsten Arbeiten nehmen keine besondere Position in der Ausstellung ein, belegen einfach den zweiten von vier Räumen.
Raum eins also: Übermannsgroße Rahmen mit übermannsgroßen Titelseiten der New York Times, darauf montiert Aufnahmen von einer Frau. Ihren Körper entblößt die Frau, ihr Kopf aber ist von einem in Nachhinein eingesetzten schwarzen Rechteck verdeckt. Warum, sagt ein Vertrag, der in einer Vitrine in der Mitte des Raumes präsentiert wird. Ledare fasst zusammen: „Sie ist die Frau eines rund zwanzig Jahre älteren Mannes. Ich lernte die beiden bei einer Reise durch Europa kennen. Die Porträts meiner Mutter kennend, wollte sie von mir in ähnlicher Positur fotografiert werden. Ich aber arbeite so nicht; mit Aufträgen.“ Also wurde daraus die Arbeit „An Invitation“. Die Frau bekam ihre Porträts, Ledare wohnte dafür eine Woche mit dem Paar zusammen und fotografierte die Frau täglich. Sie durfte die Arbeiten – die laut Ledare womöglich auch helfen sollten, deren träges Sexualleben wieder in Gang zu bekommen – behalten und bei sich aufhängen, aber nur, weil Ledare sieben Motive weiterverarbeiten durfte. Er montierte je eine in die Titelseite der New York Times ein, die am Tag der Aufnahme erschienen war. Es war Ende Juli 2011, eine Woche mit Großereignissen: Lucian Freud starb und in Norwegen brachte Anders Behring Breivik 77 Menschen um. Ledare bringt internationale Nachrichten und Intimaufnahmen zusammen, unter dem Bild macht er Notizen – wie etwa „attack in Norway / swimming in the afternoon“ in Anlehnung an Franz Kafkas Tagebuchnotiz zur Kriegserklärung Deutschlands an Russland 1914 (ähnliche Referenzen gibt es auch beim finnischen Fotografen Jari Silomäki). Intimstes, Banales und Weltgeschichte sind hier in Gleichzeitigkeit vereint.
Im nächsten Raum dann „Pretend You’re Actually Alive“ – viel mehr als alles über seine nackte Mutter. Bisher nur über die Serie gelesen, doch nur einzelne Bilder gesehen, fällt auf: die ist ja gar nicht immer nackt. Die Medien lieben es nackte Körper abzubilden, gerne auch in Aktion. Sex sells. Aber Ledares Aufnahmen seiner Mutter sind Teil einer Familienstudie und selbst so exhibitionistisch veranlagte Menschen wie seine Mutter sind auch mal angezogen. „Es geht hier um viel mehr. Da ist mein Großvater, der fünf akademische Master hatte und an mehreren Universitäten gearbeitet hat.“ Ledare zeigt ihn neben sich – ein klassisches Fotoporträt wie es in millionen von Familienalben klebt. Dann das Foto einer kargen Landschaft. „Mein Großvater hatte als Weihnachtsgeschenk fünf nebeneinanderliegende Grabstellen gekauft, damit wir, mein Bruder, meine Mutter, deren Eltern und ich, später dort nebeneinander liegen könnten. Das Bild zeigt den Blick von dort“, erklärt Ledare. Die Serie ist eine Annäherung an seine Familie und zwangsläufig stellt sich die Frage – würde man Nacktaufnahmen auch von seiner Mutter machen wollen? Und es ist völlig in Ordnung, wenn man wie vermutlich 99+ % der Bevölkerung das verneint. Die Arbeit zeigt den Exhibitionismus der Mutter und den Spleen des Großvaters, zeigt aber auch, dass die beiden mit ihren mehr (Mutter) oder weniger (Großvater) exzentrischen Seiten von Ledare respektiert werden. Manchesmal machen solche „Fehler“ die Menschen erst aus. Die Kamera und das Foto sind für ihn Instrument der Annäherung und helfen Verhältnisse zu ergründen. Ein bisschen zumindest.
Nicht weniger interessant und persönlich: die Video- und Foto-Arbeiten in Raum vier und vor allem die Serie im letzten Raum der Kopenhagener Ausstellung. Für „Double Bind“ (2010) zog sich Ledare vier Tage und drei Nächte mit seiner Ex-Frau Meghan in eine Hütte in der Nähe New Yorks zurück und machte hunderte von Fotos von ihr. Später dann bat er deren neuen Ehemann dasselbe zu tun. Die Aufnahmen der beiden präsentiert er nebeneinander – seine in einem schwarz hinterlegten Bilderrahmen, die des neuen Mannes auf weißem Grund. Auch Ledare hat seine Ex barbusig abgelichtet. „Solche Aufnahmen aber hat sie nur von ihm machen lassen“, sagt er und zeigt auf ein schwarz-weiß Foto, das sie mit entblößtem Hintern zeigt, zwischen den Schenkeln ist die haarige Scham ganz deutlich zu erkennen. Die Pobacken strecken sich so sehr dem Betrachter entgegen als erwarteten sie das Spanking. Ledare hat andere Motive aus Zeitschriften eingearbeitet, deren Zusammenhang sich nicht jedem Betrachter (gleich) erschließen wird, aber erneut geht es um Nähe und Distanz, um Vertrauen und Verletzlichkeit und darum, sich einer Situation auszusetzen, die unangenehm sein kann, einander näher bringen kann oder dauerhaft verkrampft ist. Und die Frage stellt sich: welche jetzt wieder glücklich liierten Ex wäre wohl dazu bereit, vier Tage gemeinsam in einer einsamen Hütte verbringen und wozu würde das führen?
KOPENHAGEN. Die Deutsche Bank hat gerade immense Image-Probleme. Damit steht sie im Finanzsektor nicht allein. Es geht um problematisches, zum Teil womöglich sogar illegales Verhalten und den Umgang mit den Skandalen. Auch in Dänemark gibt es für die größte Bank jede Menge Schelte. Danske Bank hat nicht nur vor der Finanzkrise versucht ganz weit (und vielleicht sogar zu weit) vorne mitzumischen, sondern so wie jetzt die Deutsche Bank wegen eines Telefonanrufs in der Kritik ist, versteht auch Danske Bank die Regeln des Marktes mündigen Verbrauchers anscheinend nicht. Wegen der aktuellen Werbekampagne, bei der Bilder der Occupy-Bewegung auftauchten – bis diese nach Protesten entfernt wurden – befindet sich das Image von Danske Bank auf dem gleichen Weg wie das der Deutschen Bank: in die Rezession. Zum Thema habe ich für The Wall Street Journal Eivind Kolding, den Vorstandsvorsitzenden von Danske Bank, interviewt, den Artikel gibt es auch auf Deutsch (ich schrieb auf Englisch, die Übersetzung stammt nicht von mir).
Danske wird auch dafür kritisiert, Staatshilfe angenommen zu haben und nun aber zu sagen, diese habe man gar nicht gebraucht. Das lässt den Ökonom annehmen, auf den Staat zu setzen war einfach die preiswertere Lösung – für marktwirtschaftlich orientiertes Unternehmen ist das kein guter Stil. Von dänischen Medien ausgegrabene Zitate deuten aber daraufhin, dass man bei Danske Bank damals doch sehr froh war, Kredit vom Staat zu bekommen. Dann aber wäre ein Danke angebracht. AIG aus Amerika macht vor wie’s geht.

Wie man’s nimmt: Das Land stellt sich quer oder steht Kopf – an deutsche Verhältnisse will man sich hingegen nicht gewöhnen. (Ausriss aus der Zeitung Politiken; Foto: Bomsdorf)
KOPENHAGEN. Seit kurzem ist es soweit – das von Lars von Trier konzipierte Gesamtkunstwerk “Gesamt” ist fertig (zu viele “von” und “gesamt” in diesem Satz, aber ein zu viel passt bei dieser Arbeit ganz gut). “Disaster 501 – What happened to Man?” lautet der neue Titel – das klingt nach Christoph Schlingensief (hier ein kurzer Nachruf und hier ein Text über meine Begegnung mit ihm beim Reykjavik Arts Festival) und ein wenig passt das, schließlich ist auch das neuste Filmprojekt des Dänen ein wenig anarchistisch. Der Regisseur hat sechs Kunstwerke ausgewählt, damit wer sich dazu berufen fühlt, davon inspiriert selber ein Ton- oder Bild-Werk erstellt und digital an von Triers Mitarbeiterin Jenle Hallund sendet, die daraus “Desaster 501″ gemacht hat (organisiert hat das Ganze Christian Skovbjerg Jensen).
Zu den Kunstwerken zählte unter anderem eine Episode aus August Strindbergs Stück “Der Vater”, “D’où Venons Nous / Que Sommes Nous / Où Allons Nous” von Paul Gauguin, der Molly-Monolog, der James Joyce “Ulysses” beendet, sowie Albert Speers Zeppelintribüne. Passend dazu und beinahe um Aufmerksamkeit buhlend, startet die Homepage http://www.gesamt.org mit einer Grafik, die einen Martin Kippenbergers Titel “Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz entdecken” innerlich ausrufen lassen. Lars von Trier did it again. Er provozierte mit Nazi-Bezügen. Nicht sonderlich originell.
Was von dem gesamten Film zu halten ist, habe ich bei art online geschrieben.
KOPENHAGEN. Den Nobelpreis hat die EU schon bekommen, vor ein paar Jahren versuchte der dänische Künstler Thomas Altheimer in den USA einen Europäer als Präsident durchzusetzen. Der Film dazu lief auf Arte, für art-online sah ich ihn mir an und sprach mit dem Künstler. Die heutige Wahl in der USA sind ein guter Anlass im Blog auf mein Interview mit ihm zu verweisen.
KOPENHAGEN. Von der neuen weiblichen Parteispitze der linken SF (Sosialistisk Folkeparti – Sozialistische Volkspartei) in Dänemark war hier schon die Rede. Als mögliche Kandidatin aus der Regierungsmannschaft wurde neben Astrid Krag anfangs auch Umweltministerin Ida Auken gehandelt. Sie sagte dann aber recht schnell, dass sie nicht zur Verfügung stünde. Auken, geboren im April 1978, gehört wie Krag zur Riege der jüngeren Minister. Warum, so wird sie sich womöglich gefragt haben, soll ich jetzt kandidieren, womöglich nicht gewählt werden und selbst wenn, dann eine harte Zeit vor mir haben und dann, wenn es nicht ganz so läuft wie gewünscht, die weitere politische Karriere verbaut haben, da im höchsten Parteiamt gescheitert. Auken kann es ja später immer noch einmal versuchen.
Was sie sonst so umtreibt und wieso sie so einen guten Draht zu ihren deutschen Kollegen hat, hat Auken mir für ein Porträt des DAAD-Magazins Letter erzählt (hier gibt es das pdf der Ausgabe, Seite 36-39).
KOPENHAGEN. Was die Berichterstattung über die nordeuropäische Wirtschaft und vor allem das isländische Bankenwesen angeht, sind die Artikel von Kollegen Sebastian Balzter von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung immer sehr lesenswert. Aktuell widmet er sich im Leitartikel den isländischen Reformen und fragt, ob die isländische Kur ein Vorbild zur Krisenbewältigung sein kann. Zumindest zur Inspiration taugt die Politik des Inselstaats, so Balzter.
Vor zwei Wochen habe ich in Berlin eine Veranstaltung mit dem Ökonomen Professor Steinar Holden von der Universität Oslo und dem Politikwissenschaftler Dr. Tobias Etzold von der Stiftung Wissenschaft und Politik moderiert. Dort erwähnte Holden einen Aspekt der nordeuropäischen Bankenkrise der 1990er, der in der Diskussion der vergangenen Jahre leider untergegangen ist und ein wenig mit dem von Balzter geschilderten Fall Island vergleichbar ist. Es geht um staatliche Eingriffe und Sozialisation von Kosten. In Nordeuropa schalteten sich damals die Regierungen wie derzeit auch ein. Doch statt nur Geld zur Finanzierung zur Verfügung zu stellen, erwarben sie Anteile an den Banken und hatten damit durchs Bail out nicht einfach Verluste sozialisiert, sondern die Banken. Und damit die Gewinne aus einem späteren Verkauf nach Sanierung. Analog zu Balzters Denkanstoß dies ein zweiter aus dem hohen Norden.
KOPENHAGEN. Selbst ohne Frauenquote ist Dänemark auf dem Weg zu Frauen dominierten Regierungsparteien. Vergangenes Jahr wurde mit der Sozialdemokratin Helle Thorning-Schmidt erstmals eine Frau an die Spitze der Regierung gewählt (als Dänemark zum 1.1.2012 die EU-Ratspräsdentschaft übernahm, erschien von mir ein Porträt in Die Welt). Sie ist außerdem Parteichefin. Der sozial-liberale Koalitionspartner RV hat schon lange eine Frau als Vorsitzende. Nun hat Außenminister Villy Sovndal seinen Rückzug als Chef der Linkspartei angekündigt. Nachfolgen wird ihm am 13.10. in jedem Fall eine Frau: es kandidiert die erst 29-jährige Sozialministerin Astrid Krag und die einfache Abgeordnete Annette Vilhelmsen, 52.
Im Vergleich zu Norwegen und Schweden hinkt Dänemark beim Anteil von Frauen in der Spitze von Wirtschaft und Politik bisher hinterher. Zumindest in der Politik wird das ab Mitte Oktober anders aussehen.
Die rechtspopulistische DF allerdings hat gerade die weibliche Vorsitzende durch einen Mann ersetzt.
KOPENHAGEN. In Dänemark wird derzeit darüber debattiert, ob freie Journalisten ausgenommen werden, manchmal ist das natürlich auch ein Sich-Ausnehmen-lassen. Obwohl Gewerkschaften in Nordeuropa traditionell stark sind und einen hohen Organisationsgrad haben, gibt es noch keine, die sich auf freiberufliche Journalisten spezialisiert hat. Anders in Deutschland, denn da gibt es Freischreiber. Christoph Burmester hat für die Branchenseite Kommunikationsforum über Freischreiber geschrieben und schlägt das Modell auch für sein Heimatland vor (dabei: ein Kommentar von mir).

