Die Inzest-Comic-Königin

KOPENHAGEN. Die Welt veröffentlicht seit ein paar Monaten in loser Folge die Serie „Frau im Fokus“. Heute in der Welt am Sonntag mein Portrait der Schwedin Malin Biller.

Malin Biller wurde von ihrem alkoholabhängigen Vater sexuell omissbraucht. Die Mutter war depressiv, Malin selbst wurde wechselweise Anorektikerin und übergewichtig. Kurz, die Schwedin hat alles andere als eine normale, schöne Kindheit erlebt. Doch statt diese schrecklich schweren Jahre zu verdrängen, hat Biller daraus eine Comicgeschichte gemacht. Im Buch „Wenn jemand im Wald schreit“ beschreibt sie, wie es zu dem „kleinen Geheimnis“ mit ihrem Vater kam und wie sehr das ihrem Leben und dem der Familie zusetzte. Ihre Bilder sehen teilweise aus wie von Kinderhand gezeichnet, vielleicht, weil sie schon als Jugendliche im Zeichnen ihre Rettung fand.
Biller reist mit dem Buch durchs Land, um daraus vorzulesen und von ihrer Kindheit zu erzählen. Sexueller Missbrauch ist einer der schrecklichsten Dinge, die einem Kind widerfahren können. Selbst Jahre später fällt es oft schwer, über das dunkle Geheimnis der Kindheit zu sprechen und das macht die Aufarbeitung nur noch schwerer. Biller hat sich mit dem Buch auch selber geholfen, denn sie kommt zeichnend besser über die Dinge.

Einige Arbeiten der Zeichnerin sind auf ihrer Homepage www.biller.se zu sehen.

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