Das Fest ist aus oder Tod des Vaters

KOPENHAGEN. Die dänische Filmwelle, wenn man sie denn so bezeichnen mag, ist ganz eng mit zwei Namen verbunden: Lars von Trier und Thomas Vinterberg. Zu den Regisseuren gehört auch ein Manifest: Dogma 95. Die ersten beiden Filme, die unter (nahezu vollständiger) Einhaltung dieser Regeln gedreht wurden waren „Festen“ (Das Fest) und „Idioterne“ (Idioten). Im Familiendrama um den gerade seinen großen Geburtstag feiernden Helge spielt Henning Moritzen eben diesen. Es ist der nette Vater und Großvater, der aber eine dunkle Vergangenheit hat: als Inzesttäter. In dieser Rolle dürfte Moritzen außerhalb seiner dänischen Heimat am bekanntesten sein. Gestern, am 11. August, starb er gerade 84 Jahre alt geworden in Frederiksberg.

Ein guter Anlass, sich nicht nur Das Fest einmal wieder anzuschauen, sondern auch die Ideen der Dogma-Bewegung. In Zeiten der 3D-Blockbuster ein interessantes (und preiswertes) Kontrastprogramm.

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