Im Kino gewesen. Gelacht. Über Nazis.

KOPENHAGEN. Bisher hat der finnische Film vor allem durch Kaurismäki Aufsehen erregt und da gab es wenig zum Lachen. Doch mit „Iron Sky“ ist das anders. Anfangs war noch die Frage im Hinterkopf, ob da nicht doch zu viel der Geschichte ausgelassen wird, wenn in einem Film, in dem die Nazis die Hauptrolle spielen, die Judenverfolgung nicht einmal thematisiert wird. Doch es wäre problematischer gewesen, dies in diesem satirisch-lustigen Film zu tun als es auszulassen. Der Film ist eine Hollywood-Persiflage – das klingt ersteinmal nach 1000 mal gesehen, aber persifliert werden genauso Allmachtsphantasie und das mit unglaublich vielen Referenzen zur Geschichte der Unterhaltungsindustrie (Krieg der Welten, der große Diktator, Dr. Strangelove, Star Wars, Wag the Dog… vermutlich dürfte ich nichteinmal alle erkannt haben). Es ist eine moderne, schnelle Antwort auf „Dr. Strangelove“. Dabei: Udo Kier. Der ist in Dänemark kein Unbekannter – er trat in Lars von Triers „Riget“-Serie auf und in den Filmen des Künstlers Jesper Just.

Interessant auch das Finanzierungsmodell der deutsch-finnisch-australischen Co-Produktion: rund zehn Prozent des nur 7,5 Mio. Euro großen Budgets wurden durch Crowdfunding aufgetrieben, dazu in der NZZ mehr (nicht von mir).

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