Mehrwertsteuer? Geschenkt vom schwedischen Staat

KOPENHAGEN. Die Mehrwertsteuersätze für das Hotel- und Gaststättengewerbe zu senken, scheint ein konservativ-liberales Aushängeschild zu sein. In Deutschland war es die FDP in der Koalition mit der CDU/CSU, die Hoteliers den ermäßigten Steuersatz bescherte und in Schweden hat die konservativ-liberale Koalition das nun für Restaurants und Bars zum 1. Januar 2012 umgesetzt. Niedrigere Preise sollen zu mehr Nachfrage und so mehr Beschäftigung führen, so die simple Rechnung. Doch die wurde im wahrsten Sinne des Wortes ohne den Wirt gemacht. Denn in den ersten Wochen nach der Reform zeigt sich in Schweden, dass Preise nicht entsprechend gesunken sind, sondern die Gaststätten den Betrag, den sie nun nicht mehr als Mehrwertsteuer an den Staat abgeben müssen, einfach behalten. Marktwirtschaft eben, von daher juristisch nicht zu beanstanden. Oder gibt es etwa illegale Preisabsprachen und deshalb setzen die Gaststätten fast ausnahmslos die Preise nicht runter, wie die Zeitung Dagens Nyheter berichtet?

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