Duchamp beengt

MALMÖ. Das schwedische Moderna Museet rühmt sich, eine der besten Sammlungen von Werken Marcel Duchamps zu haben. Dessen mit R. Mutt signiertes Urinal kennt fast jeder. In Malmö sind jetzt mehr als zehn weitere Werke des Mitbegründers der Konzeptkunst zu sehen. Mehrere davon hatte ich bereits in Sammlungsausstellungen in Stockholm gesehen, nun also werden (noch bis 11. September) die Werke gemeinsam gezeigt. Gemeinsam heißt aber leider auch: alle in einem Raum, der dazu noch recht klein ist. Zwar ist das große Glas so platziert, dass es von oben beleuchtet wird und auf dem Boden Schatten wirft, doch das Werk ist groß und interessant genug und hätte diesen Raum alleine ausfüllen können, ohne andere Arbeiten drumherum in der Mitte stehen, wäre es sicher erheblich besser zur Geltung gekommen. Seine Schaufel „In advance of the broken arm“ hätte dann in einem der anderen Räume auf der selben Etage senkrecht aufgestellt statt an die Wand gehangen zu werden. Ebenso hätten all die anderen Werke mehr Raum verdient.

In dem Fall hätte die Schau zum frühen Modernismus, die derzeit gleichzeitig in den Nachbarräumen stattfindet, nicht zeitgleich gezeigt werden können, aber manchmal sollte sich ein Museum nicht nur durch die Zahl der Ausstellungen auszeichnen.

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