Kommt Dank Dänemark Deutschmark wieder?

KOPENHAGEN. IN zehn Jahren sollen Deutschland und Dänemark einander noch näher kommen, denn über den Fehmarnbelt solle eine Verbindung geschlagen werden. Genaugenommen unter, denn mittlerweile hat Dänemark sich für einen Tunnel entschieden. Wie aber soll dieser heißen? Das fragt dieser Tage die Zeitung Politiken ihre Leser und fördert bei denen britischen Humor zu Tage (in der heutigen Ausgabe der Welt ist auf Seite 1 ein kleiner Text von mir dazu – online hier zu lesen). Die meisten der Befragten wollen nämlich „Der Untergang“ als Namen. Von wegen „don#t mention the war“. Längst fürchten die Dänen den deutschen Nachbarn nicht mehr – weder politisch noch ökonomisch. Dank dem Wirtschaftsaufschwung der vergangenen Jahrzehnte ist das kleinere Land gemessen am Durchschnittseinkommen mittlerweile deutlich reicher und auch deshalb hat man keine Angst mehr bei Entscheidungen überrannt zu werden. Das finanzielle Risiko für den Tunnelbau trägt Dänemark sogar allein.

Es wurden auch andere Vorschläge gemacht. Keine einzige Stimme bekam „Tysklandstunnelen“ (Deutschlandstunnel), „Dåseølforbindelsen“ (Dosenbierverbindung) immerhin kam auf acht Prozent. Dank der günstigen deutschen Preise reisen die Dänen gerne ins südliche Nachbarland, um Alkohol einzukaufen. Der Tunnel würde diese Tour noch einfacher machen. Zu spät für die Abstimmung kam der Vorschlag des Lesers Jørgen Skov. Er möchte in zehn Jahren durch den „Deutschmark“-Tunnel fahren. Dieser Name, sei der richtige, schließlich würden ja Deutsch-land und Däne-mark verbunden.

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