Wenn der Jimmie…

Jimmie Åkesson in grauer Jacke im Wahllokal in Stockholm. (Foto: Bomsdorf)
Jimmie Åkesson in grauer Jacke im Wahllokal in Stockholm. (Foto: Bomsdorf)

STOCKHOLM. Jimmie Åkesson ist mit seiner rechtspopulistischen Partei Sverigedemokraterna (Die Schwedendemokraten) in den schwedischen Reichstag eingezogen. Der Jubel war groß bei seiner vom Establishment geächteten Partei. Ganz klar, Åkesson und seine vermutlich 19 Mitstreiter im Parlament (das endgültige amtliche Endergebnis folgt erst am morgigen Mittwoch) wollen Einfluss bekommen. Eines der ersten Dinge, die die Schwedendemokraten machen wollen, ist den Hahn zu zudrehen. Gemeint ist, den Zuzug an Ausländern drastisch zu reduzieren. Denn wie sagte Åkesson in einem seiner Wahlwerbespots: Mit den Ausländern sei es wie mit einer Überschwemmung im eigenen Haus, um dem Herr zu werden, müsse als aller erstes der Hahn zugedreht werden. Solche Rhetorik sagt denk ich alles und offenbart, welche Gedanken dieser Mann hat. Wer sich seine Wahlvideos anschaut, versteht, warum nun wirklich niemand im schwedischen politischen Establishment mit dem Mann und seiner Partei zusammenarbeiten möchte. (Derzeit ist deren Hompage http://www.sverigedemokraterna.se gehackt – eine dumme Idee, denn so werden die Schwedendemokraten zu Märtyrern. Wenn hingegen die Homepage funktioniert und deren Spots angeschaut und Parteiprogramm gelesen werden können, dürfte diese Aufklärung sinnvoller sein.) In der heutigen Ausgabe der FTD haben Elmar und ich Åkesson porträtiert (online hier zu lesen).

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