Euro-Power gefällig? Wahlurne bei dem Stand der Folkpartiet. (Foto: Bomsdorf)

Euro-Power gefällig? Wahlurne bei dem Stand der Folkpartiet. (Foto: Bomsdorf)

STOCKHOLM. Rein oder nicht, das ist in Schweden derzeit keine Frage. Im aktuellen Wahlkampf wird ein möglicher Beitritt zur europäischen Währungsunion nicht thematisiert. Die beiden Blöcke sind intern zerstritten und haben sich jeweils darauf geeinigt, erstmal alles beim Alten zu belassen. Also wird egal wer gewinnt in der kommenden Legislaturperiode der Weg Richtung Euro nicht eingeschlagen. Die liberale Folkpartiet (Fp) – Teil der amtierenden Koalition unter Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt – hingegen will die Gemeinschaftswährung, spricht darüber aber nicht groß.

Immerhin an einem der vielen Fp-Stände, an denen ich dieser Tage vorbeikam, stand demonstrativ eine transparente Wahlurne. Indem sie Batterien bei “Ja” oder “Nej” einwarfen, konnten die Vorbeigehenden ihren Kommentar abgeben. Die Ja-Seite überwog und die Stimmabgabe – obwohl gut platziert auf dem Weg von Universität zu U-Bahn – war während ich vom Rande aus zuschaute äußerst verhalten. Selbst bei Jungakademikern, von denen einige angehende Ökonomen oder Politologen sein dürften – ist der Euro derzeit halt kein großes Thema.

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