Zieht den Bayern… oder?

Das längliche muss ins Loch - Machowerbung in Kopenhagen. (Foto:Bomsdorf)
Das längliche muss ins Loch - Machowerbung in Kopenhagen. (Foto:Bomsdorf)

KOPENHAGEN. Habt ihr keinen Fernseher? war lange die Scherzstandardreaktion wenn jemand erzählte, aus welch kinderreicher Familie er kam. Fernsehen ist halt noch spannender als Sex. Was aber, wenn nur die eine Hälfte des Paares Fernsehen mag, sprich, was, wenn es heißt „Nun ist es WM, Mädels“ (siehe Plakat – „Så´der VM, tøser…“)? Dann hilft nur eins: „Nun müsst ihr selber klarkommen. Mit 21 WM-Kämpfen exklusiv auf Kanal 9 sollt ihr nicht zu viel Aufmerksamkeit erwarten“ – so der längere Text auf dem Plakat, dazwischen – siehe Foto – ein Dildo.

Das Plakat hing riesengroß in der Kopenhagener U-Bahn. Nur eine halbe Stunde entfernt, in Schweden, wäre es absolut nicht denkbar, der Fernsehkanal hätte sich zu viel Ärger eingehandelt wegen sexistischer Reklame. Ganz abwegig ist das nicht, dennoch schön, dass so was geduldet wird. Offenbart es doch, dass das ein oder andere Fußballklischee zumindest auf die Fans dieser Reklame zutreffen dürfte: sie halten Fußball für Männersache, Homosexualität muss im Fußball ausgeblendet werden (oder: gibt es wie im Iran einfach nicht), Hau drauf-Sprüche sind die besten…

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