Die norwegische Internationale oder Not much interest in Munch

KOPENHAGEN. Wer meine Berichterstattung in The Art Newspaper verfolgt hat, der wird mitbekommen haben, dass das wohl bekannteste Kunstmuseum Norwegens – das Munch Museum natürlich – einen neuen Direktor sucht. Wer meine Artikel nicht gelesen hat und außerhalb Norwegens lebt, hat nur geringe Chancen, von der offene Stelle gehört zu haben.

Zwar hat die Stadt Oslo lauthals verkündet international nach einem Direktor für das Haus zu suchen. Doch diese Ankündigung war wohl mal wieder eine typische politische. Denn meine Recherche ergab, dass ein Stellengesuch für die vakante Position nur sehr begrenzt international publiziert wurde. Lediglich in einer dänischen und einer schwedischen Zeitung ließ man die Anzeige schalten (und im Netz steht sie natürlich, aber welcher Topkurator oder Museumsdirektor surft schon ständig auf der Suche nach offenen Stellen die Internetseiten der großen Museen im Ausland ab. Und tatsächlich von außerhalb Norwegens gab es nur zwei Bewerbungen: eine aus Schweden und eine aus Dänemark.).

Über 60 Jahre nach dem Tode von Edvard Munch ist der Begriff international bei den zuständigen Lokalpolitikern auf einem sehr provinziellen Niveau angekommen. Während Munch in Ländern wie Belgien, Frankreich, Norwegen, Dänemark und Deutschland ausstellte und arbeitete, ist für Teile des heutigen Norwegens der Internationalität schon in Form der nordischen Brüderländer genüge getan.

Soeben ist ein Kommentar von mir zum Thema bei der online-Ausgabe des norwegischen Museumsmagazins Museumsnytt erschienen (på norsk).

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