Bürger, zur Sonne, zur Freiheit

Rote Flaggen an noblen Kopenhagener Wohnungen. (Foto: Bomsdorf)

KOPENHAGEN. Aus irgendeinem Grund wohne ich früher oder später immer im bürgerlichen Stadtteil – während meiner Stockholmer Zeit hatte ich eine zeitlang eine Wohnung in Östermalm und in Kopenhagen ist es seit Anfang vergangenen Jahres Østerbro. Grade beklagte der dänische Künstler HuskMitNavn noch, dass Kopenhagen sich verändert habe und nun nur noch die Reichen in Østerbro (oder auf, wie es auf dänisch heißt) wohnen würden, während die dänische Hauptstadt sich früher durch eine soziale Durchmischung auszeichnete.

Dass diese aber in østerbro durchaus noch gegeben zu sein scheint, zeigte sich am gestrigen 1. Mai: Rote Flaggen hingen an der Fassade der fein herausgeputzten bürgerlichen Häuser in der Straße gegenüber von meiner Wohnung. Mittlerweile sind die Wohnungen hier noch ein wenig teurer als im ohnehin schon teuren Kopenhagener Stadtzentrum, aber diejenigen, die vor zehn Jahren oder früher eingezogen sind, haben noch ein Schnäppchen machen können. Vielleicht sind sie es, die dies nun durch rote Beflaggung zeigen oder die klassiche Einteilung: wohlhabend = nicht links gilt nicht.

Ich jedenfalls werde meine Wohnung im Sommer verlassen müssen, da sie verkauft wird und anders als die Dänen bin ich da ganz deutsch: gekauft wird allenfalls nach sehr langer Überlegung und die ist noch nicht abgeschlossen, zumal bei diesen Preisen.

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