Island rechnet ab

REYKJAVÍK. Der kommenden Montag, 12. April, ist auf Island der Tag der Abrechnung. Der vom Parlament eingesetzte Untersuchungsausschuss kommt dann endlich (nun denn, kurzfristiger weiterer Aufschub nicht ausgeschlossen) mit dem lange erwarteten Bericht über die Ereignisse, die zur isländischen Finanzkrise geführt haben. Zwölf ehemalige Toppolitiker und Spitzenstaatsbedienstete sollen darin zur Verantwortung gezogen werden. Sie werden entlastet oder belastet, noch wissen das nur die Autoren des Berichtes. Selbstverständlich wird David Oddsson, langjähriger Regierungschef, dann Außenminister und schließlich Chef der Zentralbank eine entscheidende Rolle spielen. Er tat es in den vergangenen Jahrezehnten auf Island stets und tut es auch jetzt noch – als Chefredakteur der traditionsreichen Zeitung Morgunbladid. Da schreibt er jetzt die Geschichte (um). Doch Fragen von Journalisten stellt er sich nicht. Gleiches gilt für Oddssons Vertrauten Geir Haarde, der von 2007 bis 2009, isländischer Ministerpräsident war. Doch mir ist es gelungen Ingibjörg Sólrún Gísladóttir zu einem Gespräch zu treffen. Sie war als Chefin der Sozialdemokraten und Außenministerin in den anderthalb Jahren vor dem Kollaps zweitwichtigste Person in der Regierung. Erste Auszüge aus dem Gespräch in den kommenden Tagen hier.

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