Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt

Die Baustelle des neuen Konzerthauses. (Foto: Bomsdorf)

REYKJAVÍK. Gestern bin ich zum vierten Mal binnen zwölf Monaten auf Island angekommen. Nicht nur, weil ich sehr an Architektur interessiert bin, ist das entstehende Konzerthaus stets eine der ersten Dinge, die ich mir in Reykjavík anschaue. Das Objekt – entworfen vom dänischen Büro Henning Larsen – ist Zeichen dafür, wie der Inselstaat sich selber sah und wie er nun wieder aufgerichtet werden soll.

Zu Boomzeiten plante man ein enomes Bauwerk, Weltklasse sozusagen. Dann kam der Crash und der Weiterbau war gefährdet. Doch, was wäre schlimmer gewesen als im Zentrum der Hauptstadt eine ewige Ruine als Denkmal des Kollapses stehen zu haben?

Nun, als Mahnmal wäre es sicher nicht schlecht gewesen, aber es wurde befürchtet, das drückt auf die Stimmung. Also fällte die Politik kurz vor den Wahlen im vergangenen April den Entschluss, das Konzerthaus weiterzubauen (damals war ich u.a. gerade für die Wirtschaftswoche vor Ort – der entsprechende Text ist hier online zu lesen). Doch weil das Geld fehlte und weil es wohl auch nun wirklich nicht gebraucht wurde, verabschiedete man sich vom Riesenkonerthaus und plante das Gebäude eine Nummer (oder vielleicht auch mehrere..) kleiner. So, wie jetzt auch Island wieder aufgebaut werden soll.

Jedesmal, wenn ich wieder in Reykjavík bin, kann ich nun mitverfolgen, wie es weitergeht mit dem Haus. Der Wiederaufbau Islands ist weniger augenfällig, aber wer mit den Leuten spricht, hat den Eindruck, es geht voran.

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