Preisverfall auf Island und So lässt es sich wohnen: Centerhotel Klöpp, Reykjavík

REYKJAVÍK. Der Verfall der isländishen Krone kommt ausländischen Touristen sehr entgegen. Plötzlich ist Island, das den Platz als teuerstes Reiseland Europas je nach Warenkorb wohl im Wechsel mit Norwegen bestritten hat, richtig günstig geworden.

Das ist natürlich relativ zu verstehen, für jemanden, der wie ich aus Teuerland Dänemark anreist, ist der Preisverfall bei den typischen Touristenwaren enorm – ein einfaches Fischgericht als Mittagessen 1790 ISK (rund 10 Euro), der Espresso hinterher 320 Kronen (keine 2 Euro), lediglich das 0,4er Glas Bier ist mit 800 ISK (4,50 Euro) in etwa so teuer wie in Kopenhagen. Wobei dazu gesagt werden muss, das Alkohol und Zigaretten in Dänemark vergleichsweise preiswert sind, schließlich gehören sie dort zu den Grundnahrungsmittel (die ansonsten – s. bspw. Brot – aber teuer sind…). Urlauber aus Deutschland werden in etwa mit dem aus der Heimat gewohnten Preisniveau rechnen müssen, aber das ist viel weniger als früher.

Besonders überrascht war ich über die Hotelpreise. Im Centerhotel Klöpp zahlte ich pro Nacht nur 35 Euro – die Auftraggeber hat es gefreut, so war die lange Islandreise keine Bürde. Das Hotel sei nicht nur wegen des günstigen Preises empfohlen, die Lage am Klappastiggur ist ideal, zumindest wenn einen das ein oder andere vorbeifahrende Auto nicht aus dem Schlaf holt. Zum Amtssitz der Ministerpräsidentin sind es fünf Gehminuten, zur Hallgrimskirche vielleicht zehn und der Laugavegur ist drei Minuten entfernt. Das Zimmer, das ich bezog hatte eine großzügige Fensterfront, durch die zwischenzeitlich der isländische Wind recht heftig zog. Aber so ist das nun einmal, wenn man nur zwei Straßen vom Nordatlantik entfernt wohnt. Dafür kann auf Island ja Dank Erdwärme die Heizung guten Gewissens stets voll aufgedreht werden. Wer stets eisgekühltes Bier in der Minibar griffbereit haben möchte, wählt lieber nicht das Klöpp. Oder denkt daran, den Hauptstromschalter im Zimmer nie auszuschalten, den praktischerweise ist auch die Minibar daran gekoppelt. Kabelinternet gibt es auf dem Zimmer, drahtlos in Lobby und auf dem Flur. Das Personal rund um die Uhr freundlich und hilfsbereit. Mein Vorschlag: Preiserhöhung.

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