Island – Krise im Bild

Publikum vor den Pressebildern (Foto: Bomsdorf)

KÓPAVOGUR. Trotz Finanzkrise und Schuldenberg ist Island nicht völlig am Boden zerstört, natürlich geht das Leben weiterhin seinen gewohnten Gang. Dazu gehört auch die alljährliche Foto- und Journalistenpreisverleihung. Im Museum in Kópavogur werden seit dem Referendumstag, 6. März, die Pressebilder des Jahres 2009 gezeigt. Nicht überraschend bildeten viele Fotos die Folgen der Krise ab. Dabei ist ein sozusagen deutsches Haus zu einem der Symbole der Krise geworden – das örtliche Gebäude des Baumarktes Bauhaus. In großem Stil vor dem Zusammenbruch der Krise errichtet, steht es nun komplett fertig außerhalb von Reykjavík. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage wurde Bauhaus aber nie eröffnet, sondern ist nun ein schlüsselfertiges Denkmal, noch viel eindrucksvoller als Häuser, die unvollendet stehenblieben.

Pressebilder mit Krisenstimmung

Weitere Krisenbilder zeigen Demonstranten, demonstrierend oder festgenommen auf dem Boden liegend – beides zuopr äußerst ungewöhnliche Bilder für Island; den ehemaligen Bankminister als Tierarzt – wegen der Krise muss er jetzt Hunde kastrieren statt testoserongesteuerten Bankern die Hände zu schütteln; die Abgeordnete der neugegründeten Bürgerbewegung beim Lösen von Sudoku-Rätseln – die Hoffnung, die viele in die neue Partei gesetzt hatten, wurde enttäuscht.

Der kastrierende (?) Ex-Minister (im grünen OP-Anzug)

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