Bleibt Gylfi zu Hause?

Wirtschaftsminister Gylfi Magnusson stellt sich in Reykjavík der ausländischen Press. (Foto: Bomsdorf)

REYKJAVÌK. Viele fragen sich, was denn die Volksabstimmung auf Island eigentlich soll. Schließlich wird über ein Gesetz abgestimmt, das unattraktivere Bedingungen für die Rückzahlung des Icesave-Geldes bietet, als ein vor kurzer Zeit ausgehandelter und von Island abgelehnter Kompromiss vorsieht.

Ein Teil der Bevölkerung mag das möglicherweise nicht verstanden haben, ebenso wie viele ausländische Journalisten (und damit deren Leser). Vielen Isländern ist es aber wichtig ihren Frust rauszulassen indem sie Nein sagen. Das haben mir dieser Tage auch viele Isländer gesagt, die ich auf der Straße, in Kaffees und anderswo in Reykjavík befragte.

Gerade eben stellte sich Wirtschaftsminister Gylfi Magnusson der Presse. Er selber wisse nicht, wie er am Samstag stimmen solle. Eigentlich wisse er gar nicht, ob er überhaupt stimmen solle, denn – s.o. . „Vielleicht bleibe ich einfach zu Hause“, so Magnusson.
Das Referendum abzusagen, wäre seiner Meinung nach am Besten gewesen – „dann wäre auch die rund eine Millionen Euro gespart worden, die die Volksabstimmung kostet“, sparch der ehemalige Wirtschaftsprofessor. So rational reden Ökonomen. Doch die Bürger wären womöglich sauer, wenn Ihnen diese Chance der Meinungsäußerung genommen würde.

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