500 ISK

REYKJAVÌK. 500 ISK, also wie es auf Schecks immer so schön hieß in Worten fünfhundert Isländische Kronen kostet die Welt. Zumindest am 1. März. Das nämlich ist auf Island der Jubiläumstag für die Legalisierung von Bier und dann der aktuelle Bierpreis in Kaffibarinn.

Richtig gelesen. Was als deutsches Nationalgetränk gilt, war auf Island bis zum 1. März 1989 verboten. Zumindest in der Version mit normalem Alkoholgehalt. Seit der Legalisierung ein paar Monate vor dem Mauerfall ist der erste März jeden Jahres Feiertag im wahrsten Sinne des Wortes – Bier gibt es dann erheblich billiger als sonst. Derzeit bedeutet das über ein Drittel billiger. Die Legalisierung von Bier war ein großer Schritt in der isländischen Geschichte hin zu einer „normalen“ Nation. Erst wurde das Bier legalisiert, dann die Banken privatisiert. Liberalisierung beides.

Der heutige Finanzminister Steingrimur Sigfusson (hier ein Text von mir aus der Welt vom vergangenen Jahr in dem er sich äußert) muss sich noch heute anhören, dass er damals gegen die Legalisierung des Bierverkaufs war. Das aber schadet ihm nicht allzuviel. Während ich ihn immer noch als heimlichen Regierungschef der rot-grünen Koalition unter Johanna Sigurdardottir bezeichne, ist mein isländischer Kollege weniger vorsichtig: Das ist der wahre Regierungschef, sagt er.   Der einzige, der in der Regierung wirklich Power habe. Na denn Prost.

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