Deutschland, gelobt in Sachen Architektur

Das Podium im DAC, links Lars Ramberg, im Hintergrund sein Palast des Zweifels. Abwesend: Die Diskussion.

KOPENHAGEN. Es geschieht nicht so oft, dass Deutschland in Sachen Architektur von Nordeuropa gelobt wird. Doch Mittwochabend war es einmal wieder so weit. Bei einer Podiumsdiskussion im Dänischen Architekturzentrum (DAC) befand der norwegische Künstler Lars Ramberg, dass die deutsche Streitkultur positive Auswirkungen auf Stadtplanung, Architektur und Kunst am Bau hätte. Während man in Nordeuropa nicht bereit sei, für seine Ideen zu kämpfen, sondern die Harmonie höher werte, sei das in Deutschland umgekehrt. Die Aussichten interessante Projekte durchzusetzen, seien deshalb höher als im Norden, so Ramberg. Der Norweger ist seit mehr als zehn Jahren in Berlin ansässig und in Deutschland vor allem für sein Projekt „Palast des Zweifels“ bekannt (siehe das Hintergrundbild und diverse Berichte im Netz). Um die Arbeit durchzusetzen, hat er sechs Jahre lang Überzeugungsarbeit leisten müssen und die damit verbundene öffentliche Diskussion hat dazu geführt, dass viele Leute über das Projekt erst nachgedacht haben.

Und zum Thema Streitkultur, Deutschland vs. Nordeuropa noch ein Satz: Die Podiumsdiskussion, an der neben Ramberg u.a. noch der Kopenhagener Stadtarchitekt Jan Christiansen und der Architekturkritiker Karsten Ifversen von der Zeitung Politiken teilnahmen,  verlief extrem harmonisch. Es war eigentlich ein Podium ohne Diskussion. Dennoch gilt für mich was die Gestaltung öffentlicher Bauten angeht, kann Deutschland mit dem Norden leider nicht mithalten.

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