Deutsche Steuer-CDs in Dänemark angekommen

KOPENHAGEN. 2008 tauchte in Deutschland die erste CD mit Daten zu Steuerhinterziehern auf. Kaum jemand dürfte vergessen haben, wie der damalige Postler Klaus Zumwinkel öffentlichkeitswirksam aus seiner Villa in Köln-Marienburg abgeführt wurde, weil er Millionen unversteuert ins Ausland geschafft hatte. Schon damals war schnell klar, dass auf der Scheibe auch Daten über Bankkunden anderer Länder sein würden. Der dänische Finanzminister wies schnell ab, für solche Informationen bezahlen zu wollen. Musste er auch nicht, denn wie die Zeitung Jyllands-Posten heute berichtet, liegen der dänischen Finanzbehörde Skat, seit November 2009 die Informationen über Dänen auch so vor. Deutschland hat sich spendabel gezeigt und Informationen, die es teuer erkauft hat, einfach gratis an den nördlichen Nachbarn weitergegeben. Zwar zahlen die Dänen ihre Steuern vergleichsweise gerne und das bei einem maximalen Grenzsteuersatz von weit über 50 Prozent, doch rund 50 Namen seien dennoch auf der CD gewesen, heißt es.

Die Opposition und die Dänische Volkspartei, die die konservativ-liberale Minderheistregierung stützt, meinen, die dänische Regierung sollte wie Deutschland auch bereit sein, für entsprechende Daten zu zahlen.

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