Arktische Nomaden im Container

Ane Lans Arbeiten im Container (Foto: Bomsdorf)
Ane Lans Arbeiten im Container (Foto: Bomsdorf)

KIRKENES. Zufällig in Kirkenes? Dann bitte schnell ins Stadtzentrum (vom ganzen Ort her binnen Minuten fußläufig zu erreichen) und zwei rote Container suchen. Vielleicht, weil der Ort ohnehin in Schnee getaucht ist, hat man für die Festivalausstellung Arctic Nomads vom diesjährigen Barentsspektakel (zum Musikprogramm hier) keinen White Cube, sondern ein Red Rectangle gewählt. In einem stellt der / die Künstlerin Eivind Reierstad / Ane Lan (der Künstlername ist Ane Lan, also geht es fortan in weiblicher Form weiter) die Fotoserie Arctic Nomads aus. Lan, in Oslo ansässig, versuchte sich in die Lokalbevölkerung zu integrieren – Gruppenbilder mit Dame belegen dass. Wie ein Chamäleon übernahm sie nicht nur die Berufsuniform von medizinischem Personal oder Grubenarbeiterinnen, sondern eignete sich auch noch deren Gesichtsausdruck an. Was man nicht alles tut, um als moderner Wanderarbeiterer integriert zu werden. Eine unterhaltsame kleine Fotoserie über das Leben des flexiblen Menschen, noch zu sehen bis 10. Februar in Kirkenes.

Das die Arbeiten über die Arktischen Nomaden in einem Container ausgestellt werden, ist übrigens hintersinnig – viele der zugezogenen Arbeitskräfte müssen in Kirkenes in Baracken wohnen, da die Bauindustrie dem Wirtschaftsaufschwung hinterherhinkt. Der Bezug zum Haushaltsumzug via Container ist ohnehin offenbar.

(Der Vollständigkeit halber: das Werk Cosmig Light in Container Nummer zwei stammt von Sergey Shutov.)

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