An alle Schweden: Warum Louis Vuitton sozialdemokratisch ist

KOPENHAGEN. Mona Sahlin, Parteichefin der schwedischen Sozialdemokraten und damit Spitzenkandidatin der Opposition bei den Wahlen im kommenden Herbst, wurde nach einer Debatte mit einer Tasche der Luxusmarke Louis Vuitton abgelichtet. Nun geht ein Aufschrei durch Schweden – eine Sozialdemokratin dürfe doch nicht so dem Konsumismus fröhnen, heißt es. Die Tasche sei ein Geschenk gewesen, verteidigt sich Sahlin. Die noble „väska“ wie es auf Schwedisch heißt, ist echt und keine billige Fälschung aus China. Deshalb ist Sahlin doch eigentlich gerettet. Denn was ist sozialdemokratischer als jene Arbeiter zu stützen, die in Europa in handwerklicher Tradition arbeitsintensive Produkte von Louis Vuitton, Gucci oder Prada herstellen. Das Argument aber fehlt bisher leider in der schwedischen Debatte.

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