Oslo debattiert Munch

OSLO. Er ist zweifelsohne nicht nur Norwegens, sondern ganz Nordeuropas  bekanntester Künstler der klassischen Moderne. Dennoch hat es in dessen Heimat Tradition Edvard Munch stiefmütterlich zu behandeln. Anders als bei Knut Hamsun lässt sich das nicht einmal durch dessen politische Verwirrungen erklären. Obwohl Munch der norwegischen Hauptstadt seine Werke vermachte, dauerte es rund zwanzig Jahre bis das Munch Museum eröffnet wurde. Doch weil es an Platz, vor allem aber Mitteln und Eigenständigkeit mangelte, wurden bahnbrechende Munchausstellungen meist in anderen Häusern außerhalb Norwegens geplant. Erst mit dem Diebstahl der Gemälde „Der Schrei“ und „Madonna“ im Sommer 2004 kam das allmähliche Erwecken: ein neues Munchmuseum sollte her. Nun ist es bald soweit. Der Architektenwettbewerb ist abgehalten und bis 2014 soll der vom spanischen Büro Herreros entworfene Bau stehen. Das neue, vor allem in die Höhe gebaute Munchmuseum soll seinen Platz direkt neben der mit viel Aufmerksamkeit (zur Erinnerung: es war jener Abend, an dem Angela Merkel mit tief ausgeschnittenem Dekolleté auftrat) 2008 eröffneten Oper erhalten. Platzierung und Entwurf haben erneut die Kritiker auf den Plan gerufen. Vor kurzem war ich in Oslo, um mich vor Ort zu informieren. Neues zum Streit um Munch und das neue Munchmuseum gibt es deshalb auf Englisch hier in The Art Newspaper und auf Deutsch hier beim Deutschlandradio Kultur.

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