Krieg und Frieden

OSLO. Bei dieser Überschrift kann es natürlich nur um Literatur gehen. Barack Obama hat vor gut zwei Stunden in Oslo den Friedensnobelpreis entgegen genommen. In seiner etwas mehr als halbstündigen Dankesrede (die hoffentlich bald hier online steht) sprach er vor allem von einem: Krieg und von dessen Notwendigkeit. „Krieg in der ein oder anderen Form, tauchte mit dem ersten Menschen auf“, so der US-Präsident. Auf friedliche Weise hätten weder Hitlers Armeen gestoppt werden können, noch könne Al Qaeda so dazu bewegt werden die Waffen niederzulegen. Der Friedenspreisträger als Kriegsminister, als Realist. Wenngleich als einer, der die Vereinten Nationen würdigte.

Welch anderen Tenor hatte da der am 7. Dezember gehaltene Nobel-Vortrag der Schriftstellerin Herta Müller, die den Literaturnobelpreis erhielt. Sie war es, die viel mehr als Obama von Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe sprach – auch in Zeiten des Krieges. Dabei war es nicht eine Literatin, die als Utopistin sprach, Müller schilderte ihre eigenen Erfahrungen in Krieg und Frieden.

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