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Vilhelm Hammershøi (1864 – 1916) Stående nøgen kvinde Statens Museum for Kunst
KOPENHAGEN.
Der Däne Vilhelm Hammershøi gilt als Meister des stillen Interieurs, Stadtansichten sind ebenso seine Stärke. Die dänische Nationalgalerie setzt ihn jetzt in Kontext zu europäischen Zeitgenossen und versammelt eine Menge hochklassiger Kunst, doch leider widerspricht der Ausstellungsaufbau Hammershøis Qualitäten. Statt Stille herrscht Reizüberflutung.
Bonnard, Khnopff, Munch, Carriére – die Nationalgalerie hat Arbeiten von sehr bedeutenden Zeitgenossen leihen können. Doch weil der Gedanke der Ausstellung nicht klar wird, wirkt diese Zusammenstellung ein wenig wie Namedropping. Dabei können auch kurze Hinweise manchmal ausreichen, um die Ausstellungsbesucher nicht im Unklaren zu lassen – das zeigten zum Beispiel die Kuratorinnen Christine Heidemann und Anne Kersten mit der gerade zu Ende gegangene Ausstellung „Belvedere. Warum ist Landschaft schön?“ im arpmuseum Bahnohof Rolandseck. Meine komplette Ausstellungskritik ist jetzt bei art online zu lesen.
Ein Teil der ausgestellten Gemälde des Dänen wird am 11. Juni bei Sotheby’s in London für sechstellige Summen versteigert werden.
