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KOPENHAGEN. Mit dem chinesischen Künstler und Regime-Kritiker Ai Weiwei ist es ein wenig wie mit Gagosian – oder Starbucks. Kaum ein Ort, an dem es sie nicht gibt. Derzeit sind Werke von Ai Weiwei im Louisiana Museum nördlich von Kopenhagen zu sehen (noch bis 12.2.) – u.a. . Er zeigt die Bäume und Porzellanstufen, die kennt, wer vergangenes Jahr beim Gallery Weekend in Berlin war, und dazu einige Filme. Deren Spielzeit zwingt einen, wollen sie komplett gesehen werden, fast die ganze großzügige Öffnungszeit in der Ausstellung zu verbringen. Doch auch ein paar Minuten geben schon einen Eindruck von den Filmen, die an der Schnittstelle zwischen Kunst und Dokumantarjournalismus entstanden sind. Ai Weiwei zeigt sich einmal mehr als Aktivist, der – Michael Moore nicht unähnlich – Zustände, die für ihn Mißstände sind, vorführt. Beeindruckende Werke, deren Stärke auch darin besteht, dass man nicht Ai Weiwei sein muss, um Ähnliches zu machen und zumindest im Kleinen Ähnliches zu bewirken. So wie jede Starbucks-Filiale an seinem Ort zwar für akzeptablen Kaffee sorgt, aber auch für ästhetische Langeweile, so kann ein solcher Film ebenfalls einen Unterschied machen – wenn er von Ai Weiwei ist, global, sonst aber vielleicht regional.

Auch in Stockholm ist demnächst eine Ausstellung mit Ai Weiwei zu sehen, die private Kunsthalle Magasin 3 stellt ab Anfang Februar Arbeiten des Chinesen aus. Hoffentlich sind wieder ein paar Filme dabei.

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