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KASSEL. Zugegebenermaßen ist es auf den ersten Blick ein albernes Wortspiel den Nachnamen einer Künstlerin, deren Wandteppiche auf der documenta 13 gezeigt werden, so mit der Hängung in Verbindung zu bringen. Doch bei Hannah Ryggen (1894-1970) geht es in den Werken auch darum, mit dem Rücken zur Wand zu stehen, Handlungsunfähigkeit angesichts des Krieges. In Kassel werden ihre hochpolitischen Bilder gezeigt, Kommentare zu Nazi-Herrschaft und spanischem Bürgerkrieg (und natürlich kommt sofort Picassos Guernica in den Sinn). Weil diese gewebt sind, haben sie etwas sakrales, Ryggen gehörte für mich zu einem der Höhepunkte der documente (neben u.a. Jérôme Bel, Charlotte Salomon) und ist für viele – auch in Norwegen - eine Wiederentdeckung. Einen kleinen Einblick in ihr Werk gibt es via online Bildersuche.

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