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KOPENHAGEN. Er war der dänische Patriarch – Arnold Mærsk Mc-Kinney Møller, genannt Mærsk Mc-Kinney Møller. Achtundneunzigjährig ist er heute gestorben. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift mare ist ein Porträt über Mann und Reederei – selbstverständlich noch zu dessen Lebzeiten geschrieben – erschienen, Autorin ist meine Kollegin Nicole Basel, die selber länger in Kopenhagen gelebt hat.

KOPENHAGEN. Die Anzeichen verdichten sich, dass die Reedereien das Schlimmste hinter sich haben. Nachdem Hapag-Lloyd bereits am Mittwoch verkündet hatte, mehr Gewinn als erwartet zu machen, schraubte am gestrigen Donnerstag auch der dänische Branchengigant A.P. Moeller-Maersk seine Gewinnprognose für das laufende Jahr nach oben. Bislang hatte der Konzern für 2010 einen “moderaten Gewinn” in Aussicht gestellt. Nun hieß es in einer Presseerklärung, der Überschuss werde sich aller Voraussicht nach über dem Gewinn aus dem Jahr 2008 von damals 3,5 Milliarden Dollar bewegen. 2009 machten die Dänen noch knapp 940 Millionen Dollar Miese. Es war das erste Verlustjahr der Konzerngeschichte.

Grund für die erhöhten Gewinnerwartungen sei vor allem die Erholung des Frachtgeschäfts, teilte Maersk mit. Unsicherheit jedoch bleibe. So müsse man die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft abwarten. Vor allem Frachtsätze, Ölpreise und der Dollar-Wechselkurs müssten auf stabilem Niveau blieben, sollen am Ende des Jahres die optimistischeren Vorhersagen auch eintreffen, sagte Maersk-Chef Nils Smedegaard Andersen der BBC. Auch seien Kostensenkungen für die sich etwas entspannende Situation verantwortlich. Maersk habe die Kostenbasis pro Jahr um drei Milliarden Dollar reduziert. „Das macht uns konkurrenzfähiger.“ Andersen erklärte, dass man auch schon mit Blick auf das dritte Quartal eine gewisse Sicherheit beim Geschäftsverlauf habe. Zudem erwarte er, dass die Flotte in der Hochsaison gut ausgelastet sei.

Containerschiffe, die vorübergehend stillgelegt werden mussten, können wieder in See stechen. So gab Maersk erst neulich bekannt, dass durch die angestiegene Nachfrage sechs solcher Schiffe wieder auslaufen konnten, die man wegen der Welthandelsflaute im vergangenen Jahr bei Loch Striven vor der schottischen Küste zwangsweise langzeitgeparkt hatte.

Der Rückenwind auf den sieben Weltmeeren kommt plötzlich, “die Reedereien haben dem entsprechend schnell reagiert”, heißt es in einer aktuellen Analyse des britischen Beraterunternehmens Drewry, besonders auf das überraschend rasch ansteigende Exportvolumen Chinas. Auch für den Herbst könnten die Reedereien mit größeren Transportmengen rechnen. Drewry zufolge sei ein Anstieg von 19 Prozent bei der Kapazität der Reedereien auf den Pazifikrouten für das zweite Quartal zu verzeichnen. Bei den Verbindungen von Asien nach Europa betrage er für den gleichen Zeitraum 12 Prozent.

Trotzdem führt die gestiegene Nachfrage bei Maersk bereits zu Containerengpässen. “Uns fehlen Container und haben deshalb neue bestellt und auch angemietet”, sagte Maersk-Chef Andersen. Doch wegen der geringen Nachfrage im vergangenen Jahr hätten viele Containerfabriken schließen müssen, was die Anschaffung erschwere. Die gute Lage bei Maersk kommt auch anderen zugute. So führte ein Großauftrag der dänischen Reederei dazu, dass der Hafenlogistikkonzern HHLA entgegen vorheriger Ankündigungen auf die Schließung des Hamburger Containerterminals Tollerot verzichten kann.

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