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KOPENHAGEN. Der European Song Contest war bisher nie mein Thema, doch dieses Jahr fand der Wettbewerb direkt vor der Haustür statt und das Wall Street Journal war sehr interessiert. Also traf ich mich Freitag bis Sonntagfrüh mit zwei Kollegen in Malmö, um einen Blog und Stream zu betreiben. Dazu kam ein Artikel in der Print-Ausgabe. Der Stream ist weiterhin im Netz und hoffentlich auch im Nachhinein noch interessant. Hier geht’s lang.

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Nobelpreisträger Halldór Laxness 1955 (Foto: Nobel Stiftelsen via Wikimedia Commons)

Nobelpreisträger Halldór Laxness 1955 (Foto: Nobel Stiftelsen via Wikimedia Commons)

 

KOPENHAGEN. Wo wir schon einmal bei Island sind (und heute Nobelpreisträger bekannt gegeben werden), hier noch der Hinweis darauf, dass der Inselstaat im Nordatlantik nicht nur am meisten Nobelpreisträger hervorgebracht hat (gemessen an der Zahl der Gesamtbevölkerung natürlich – Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness ergibt einen pro ca 300 000 Einwohner – Deutschland bräuchte 240 um das zu erreichen), sondern auch bei der Zahl der Facbooknutzer ganz weit oben steht. Auf Island sind sogar die alten Leute mit dabei.

Mehr? Hier geht´s zu meinem Artikel bei Spiegel Online, in dem auch die Ideen zur Internetdemokratie eine Rolle spielen.


KOPENHAGEN. In Dänemark wird derzeit darüber debattiert, ob freie Journalisten ausgenommen werden, manchmal ist das natürlich auch ein Sich-Ausnehmen-lassen. Obwohl Gewerkschaften in Nordeuropa traditionell stark sind und einen hohen Organisationsgrad haben, gibt es noch keine, die sich auf freiberufliche Journalisten spezialisiert hat. Anders in Deutschland, denn da gibt es Freischreiber. Christoph Burmester hat für die Branchenseite Kommunikationsforum über Freischreiber geschrieben und schlägt das Modell auch für sein Heimatland vor (dabei: ein Kommentar von mir).


KOPENHAGEN. Vor ein paar Tagen hat Kollege Richard Kämmerlings im Feuilleton der Welt aufgedeckt, dass SZ-Kulturchef Thomas Steinfeld hinter dem angeblich schwedischen Krimi “Der Sturm” steckt. Damit nicht genug, im Buch wird ein Kulturjournalist ermordet, in dem Kämmerlings Steinfelds Ex-Chef Frank Schirrmacher sieht. Der Sommer-Feuilleton-Skandal ist perfekt. Mittlerweile ist die Geschichte auch in der Heimat des Schwedenkrimis (die Steinfelds zweite ist) angekommen: Svenska Dagbladet berichtet hier, hier und hier recht ausführlich darüber, Metro bringt einen Artikel, TT Spektra hat eine Agenturmeldung herausgebracht.


KOPENHAGEN. Wikileaks ist dafür bekannt, geheime Dokumente, die es zugespielt bekommen hat, zu publizieren. Gestern wurde aus Schweden vermeldet, dass die Organisation auch selber Dossiers anlegt – über schwedische Journalisten, die verdächtigt werden an einer Konspiration gegen Julian Assange beteiligt zu sein. Die Zeitung Expressen war an eine entsprechende Quelle gekommen, hier der Artikel. Klingt nach Verfolgungswahn. Es heißt die Dokumente enthielten nicht nur eine Zusammenstellung frei zugänglicher Quellen. Mehr Details in meinem heutigen Artikel für Die Welt (u.a. sprach ich mit Thomas Mattsson, Chefredakteur von Expressen, der im eigenen Blatt diesen Artikel schrieb).


KOPENHAGEN. Heut nacht hat die schwedische Kronprinzessin Victoria eine Prinzessin geboren. Das ist den deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstallten natürlich viel Aufwand wert. ARD und ZDF werden bei der morgigen Zeremonie aus diesem Anlaß gleich mit mehreren Teams vertreten sein – kein anderer Auslandssender erlaubt sich das. Man muss halt Prioritäten setzen. Eine Übersicht über die schwedische und ausländische Presse morgen, gibt es hier.


KOPENHAGEN. Gebanntes Warten. In rund einer halben Stunde wissen wir’s. Wissen, wer diesjähriger Friedensnobelpreisträger wird. Es ist der größte Tag im Jahr des norwegischen Fernesehens. Auf der Homepage wird deshalb bereits bis zum Sendestart der Liveübertragung aus dem Nobelfriedensinstitut rückwärts gezählt.

NRK vor der Liveberichterstattung. (Screenshot von der Homepage nrk.no)

NRK vor der Liveberichterstattung. (Screenshot von der Homepage nrk.no)


KOPENHAGEN. Heutabend läuft nun auch im deutschen Fernsehern die Wikileaks-Dokumentation zweier schwedischer Filmemacher. Im schwedischen Fernsehen habe ich sie bereits Ende vergangenen Jahres sehen können, ein interessanter Film, der das bisher geschehene zusammenfasst, aber nicht wirklich viel Neues gebracht hat. Heutabend also ist eine deutsche Fassung bei Phoenix zu sehen, wenn man den Kollegen von Spiegel-Online glauben darf, ist die synchronisierte Version aber ein wenig verschandelt worden – Details hier bei Spiegel-Online.


KOPENHAGEN. Die Szenerie vor dem Fenster erinnert an eine
moderne Adaption von Brueghels Winterlandschaften (d.J. oder
d.Ä. je nach Wahl), um 18 Uhr wird die Neujahrsansprache der
dänischen Königin im Fernsehen übertragen, eine Stunde danach die
der deutschen Kanzlerin.

Tøger Seidenfaden bei seiner Neujahrsansprache 2010 (leider<br />
schaffte er es bei jedem Screenshot die Zähne zu zeigen).
Tøger Seidenfaden bei
seiner Neujahrsansprache 2010 (leider schaffte er es bei jedem
Screenshot die Zähne zu zeigen).

An Selbst- und
Sendungsbewusstsein nicht arm, lässt auch Tøger Seidenfaden es sich nicht
nehmen, eine eigene Neujahrsansprache zu halten und das vor den
anderen. Der Chefredakteur der linksliberalen Zeitung Politiken
erzählt darin vom Rekordresultat seines Blattes (wie Merkel die
Überwindung der Krise den Bürgern mitzuschreibt, so dankt
Seidenfaden den loyalen Lesern), lobt Obama und kritisiert -
natürlich – die amtierende liberal-konservative Regierung. Das alles hier. Seidenfaden macht eine
gute Zeitung, keine Frage. Gleichzeitig bin ich froh, nebenher die
deutschen Blätter lesen zu können, denn wirklich feuilletonistische
Debatte beispielsweise wird in Dänemark leider kaum geführt. Der
Wirtschaftsteil von Politiken ist auch mit der noch recht frischen
Kooperation mit der Financial Times sehr dürftig und über den
Reiseteil wollen wir gar nicht erst sprechen. In Wirtschaftsdingen
ist die Berichterstattung in anderen dänischen Medien umfangreicher
als bei Politiken, die anderen Ressorts nehmen sich nicht viel. Im
Kulturressort müssen sich die anderen Blätter m.E. geschlagen
geben. Gleichzeitig werden bei Politiken und im Norden generell in
Sachen Fotojournalistik und Layout sowie oftmals in interessant
aufgemachter innenpolitischer Berichterstattung Massstäbe gesetzt.
Aber das soll ja jetzt keine Neujahrsansprache werden. Guten
Rutsch!

 


KOPENHAGEN. Ungarn hat ein neues, viel kritisiertes Mediengesetz erlassen. Die damit zugelassenen Eingriffe seien eines demokratischen Staates nicht würdig, heißt es von Kritikern – vor allem Journalisten und Oppositionspolitikern in Ungarn aber auch außerhalb. Auch in Dänemark gibt es seit einigen Tagen eine Debatte über die Einflussnahme der Politik auf die Medien. Zwar ist man in dem nordeuropäischen Land weit davon entfernt Gesetze wie in Ungarn zu erlassen, aber die Politiker üben Druck auf die Medien aus. Sowohl der Regierungschef Lars Løkke Rasmussen als auch der Vorsitzende der aufstrebenden Linkspartei SF, Villi Søvndal, – bei der Wahl 2011 womöglich Königsmacher – haben sich vorab bestimmte, derzeit besonders diskutierte Fragen in Interviews verbeten. Einzelne Medien weigerten sich, sich dem Diktat der Politiker zu beugen, andere gaben nach und bekamen das Interview. Unmöglich findet das beispielsweise der Kommentator der linken Tageszeitung Information. Das Blatt – dessen Leser sicherlich zu einem großen Teil für Søvndal stimmen – sprach deshalb nicht mit ihm.

Dieser Tage kursiert zudem ein Clip im Internet, der den Gesundheitsminister Bertel Haarder zeigt, wie er wüst („Arschloch“, “Dummes Schwein”, “Du behandelst mich wie Scheiße” etc., wobei gesagt werden sollte, dass solche Schimpfworte im Dänischen häufiger angewandt werden als im Deutschen und damit etwas harmloser rüberkommen) einen Journalisten des öffentlich-rechtlichen Senders DR beschimpft, weil dieser eine Frage stellt, die vorher nicht abgesprochen war. In Dänemark ist es zunehmend üblich den Politikern vorab nicht nur das Thema zu melden, über das man sprechen möchte, sondern en detail auch die Fragen – andere zu stellen gilt dann als Provokation. DR stellte den Film übrigens selber ins Netz, um auf das Verhalten mancher Politiker aufmerksam zu machen. Ein wohl etwas harmloserer Film mit dem Regierungschef war kürzlich nicht veröffentlicht, sondern gelöscht worden.

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