FRANKFURT. Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ist Island. Trotz der Finanzkrise entschied die isländische Regierung, am ambitiösen Auftritt als Gastland bei der Frankfurter Buchmesse festzuhalten. Heutabend nun ist es soweit und die Frankfurter Buchmesse 2011 mit dem Länderschwerpunkt “Sagenhaftes Island” wird eröffnet.

Ein guter Anlass sich einmal zu erkundigen, wie Island wirtschaftlich und politisch derzeit dasteht. Das einstige Krisland, das noch vor drei Jahren vor dem Abgrund stand, hat sich stabilisiert. Die Wirtschaftsdaten sehen erstaunlich positiv aus (hier dazu von mir ein Artikel kürzlich erschienen in Die Welt) und die 2009 gewählte Regierung ist allen Prophezeiungen zum Trotz immer noch im Amt. Gleichzeitig wird weiter daran gearbeitet das Bankschuldenproblem zu lösen und als erstes Land macht Island einem Premier den Prozess. Der ehemalige Regierungschef, vor und während des Crashs im Amt, muss sich vor Gericht verantworten.

Mit dem Buchmesseauftritt hofft Island nicht nur aus Verkäufe von Geschichten, sondern auch wieder positiver wahrgenommen zu werden, was sich nicht zuletzt auf Politik und Wirtschaft stabilisierend auswirken sollte.

Noch kurz zur Buchmesse und isländischen Literatur: Obwohl nur etwas über 300 000 Einwohner hat Island eine blühende Literaturszene. In Frankfurt präsentiert es sich mit besonders vielen Neuerscheinungen und Neuübersetzungen. Ein erster Rundgang durch die isländische Abteilung findet heute Mittag statt.

Zur aktuellen Lage auf Island und der Literatur von dort um kurz vor halb eins ein Gespräch mit mir aus Frankfurt im deutschlandradio Kultur.

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